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Möglicher Betrug mit Corona-Hilfen: Behörde prüft Tausende Verdachtsfälle

Veröffentlicht: 03.06.2020
imgAktualisierung: 03.06.2020
Geschrieben von: Tina Plewinski
Lesezeit: ca. 2 Min.
03.06.2020
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ca. 2 Min.
Euro: Verschiedene Geldscheine
© Vladyslav Starozhylov / Shutterstock.com
Die Corona-Soforthilfen sollen angeschlagene Unternehmen unterstützen. Doch es gibt offenbar auch zahlreiche Betrugsfälle, wie behördlich nun bestätigt wurde.


Die Soforthilfen der Regierung sind für viele angeschlagene Unternehmen ein wertvoller Rettungsanker, um die Corona-Pandemie zu überstehen. Doch laut aktuellen Medienberichten gibt es in den Bundesländern Tausende Fälle, in denen es möglicherweise zum Betrug rund um die Soforthilfen gekommen ist. 

Die Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen (FIU), die sich als nationale Stelle unter anderem mit verdächtigen Finanztransaktionen im Zusammenhang mit Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung verantwortlich zeigt, habe in den letzten neun Wochen fast 5.000 Meldungen registriert, in denen es um potenziell betrügerische Bezüge in Verbindung mit Covid-19 geht, berichtet das Handelsblatt mit Verweis auf eine Anfrage der Bild. Demnach ginge es in 4.100 der 5.000 Meldungen um ein potenziell betrügerisches Erlangen entsprechender Soforthilfen.

Wirtschaftsministerium: Mehr als zwei Millionen Soforthilfe-Anträge

Auch konkrete regionale Zahlen gebe es: Demnach ermittle die niedersächsische Polizei aktuell in 70 Fällen, in denen es um einen Gesamtschaden von fast 450.000 Euro gehe. Auch die Staatsanwaltschaft ist mit entsprechenden Fällen betraut und prüfe derzeit gemeinsam mit der NBank etwa 200 Verdachtsfälle. Die Zahl der vorliegenden Fälle wachse zudem täglich um etwa zehn an.

Grundsätzlich liege die Zahl der bisher gestellten Soforthilfe-Anträge für kleine Firmen mit bis zu 10 Mitarbeitern sowie Solo-Selbstständige und Freiberufler laut Bundeswirtschaftsministeriums bei 2,1 Millionen. Insgesamt 13,1 Milliarden Euro seien in diesem Rahmen auch bewilligt worden.

Veröffentlicht: 03.06.2020
img Letzte Aktualisierung: 03.06.2020
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Tina Plewinski

Tina Plewinski

Tina fokussiert sich auf Amazon, Marketingstrategien und digitale Plattformen – inklusive der Schattenseiten wie Online-Kriminalität.

KOMMENTARE
4 Kommentare
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Günter Schmidt
03.06.2020

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@Andreas "Und unter solchen schwarzen Schafen haben alle anderen am Ende womöglich zu leiden... echt traurig."
Allerdings. da haben ganz viele Beschissen. Hoffen wir mal, daß die auch erwischt werden.
Günter Schmidt
03.06.2020

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@Micha
Die Hilfe sollte schnell und unbürokratisch ausgezahlt werden. Die blieb nicht viel Zeit zum prüfen. Wenn es mit der Hilfe zu lange gedauert hätte, wäre viele schon pleite gewesen, bevor das Geld gekommen wäre.
Aber jetzt wird ja geprüft und das ist auch gut so.
Micha
03.06.2020

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Tscha, ich frage mich, wo sitzen die Betrüger? Sind es wirklich "normale" Kriminelle oder sitzen die Kriminellen viellicht ganz woanders?

Was sind das für Mitarbeiter, die so eine Software programmieren? In der heutigen Zeit darf es doch einfach nicht mehr vorkommen. Da gibt es doch genügend Warnstufen und Vorkehrungen, dass so etwas nicht passiert.
Andreas Schlagenhauf
03.06.2020

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Und unter solchen schwarzen Schafen haben alle anderen am Ende womöglich zu leiden... echt traurig...