Die Coronakrise hat sich längst zu einer immensen Wirtschaftskrise entwickelt. Das BIP ist im ersten Quartal um 2,2 Prozent zurückgegangen, für das zweite Quartal wird ein noch stärkerer Einbruch erwartet. Konsumausgaben sind bei vielen Menschen derzeit nicht vorgesehen. Je hochpreisiger das Segment, desto prekärer die Lage. Eine der besonders betroffenen Branchen ist die Automobilbranche. Bei VW zum Beispiel sind die Neuzulassungen im April um zwei Drittel zurückgegangen, verglichen mit dem Vorjahr. Kernmarken-Vertriebschef Jürgen Stackmann spricht laut Welt von „alarmierenden“ Konsumdaten. „Im April gab es einen allgemeinen Neuzulassungsrückgang von 61 Prozent. Das betrifft mehr oder weniger fast alle Hersteller“, erklärt Olaf Hansen, Direktor Marketing bei Ford Deutschland, gegenüber OHN.
Der Focus spricht von einer Million unverkauften Autos, die ohne Kaufanreize kaum zu verkaufen seien. Olaf Hansen von Ford sagt: „Das gesamte Frühjahrsgeschäft ist quasi zum Erliegen gekommen. Die Automobilindustrie steht vor einem massiven Umsatz- und Gewinneinbruch in diesem Jahr.“ Das bekommen nicht nur die Hersteller zu spüren. Auch Zulieferer mussten ihre Mitarbeiter großflächig in Kurzarbeit schicken und massive Umsatzverluste wegstecken. Für Händler und Online-Plattformen und auch für Anbieter neuer Mobilitätsmodelle gestaltet sich die Situation gleichermaßen schwierig. Doch die Branche zeigt sich hoffnungsvoll. Nach der Talsohle im März/April macht sich Optimismus breit.
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