Viele Branchen traf die Coronapandemie und führte hier zu finanziellen Einbußen, das gilt auch für den Modehandel. Hier gingen die Umsätze teils stark zurück, auch Zalando meldete hohe Verluste. Modehändler Gerry Weber, der stark auch auf das stationäre Geschäft setzt, muss ca. 200 Stellen abbauen, um zu überleben. Andere große Modelabels, darunter etwa Hugo Boss, und verschiedene Online-Shops haben das eigene Angebot umgestellt und verkaufen mittlerweile auch Schutzmasken. Beispielsweise hat AboutYou den Bestand an Gesichtsmasken auf ca. vier Millionen aufgestockt und diese nun im Shop.
Auch kleinere Labels haben spontan reagiert, darunter Grubenhelden aus dem Ruhrgebiet. Das Fashion-Unternehmen ist seit 2016 am Markt und wuchs aus der Idee, das Wesen des Steinkohletagebaus – der das Ruhrgebiet und dessen wirtschaftliche Entwicklung prägte – mit Mode in die Welt zu tragen. Grubenhelden verkauft vor allem im stationären Handel und kann bislang auf eine spannende Erfolgsgeschichte blicken. Besonders eindrucksvoll ist etwa ein Auftritt auf der New York Fashion Week. Der wurde sogar in einem Dokumentarfilm festgehalten, in dem sehr schnell klar wird, mit wie viel Energie und Emotion das eher kleine Team des Labels die eigene Teilnahme an diesem für die Modewelt so wichtigen Event erlebt. Welche Rolle so ein Team spielt, wenn es gilt, sich in einer Krise wie dieser trotzdem über Wasser zu halten, erzählt Matthias Bohm, Gründer und Geschäftsführer der Grubenhelden im Interview.

Kommentar schreiben