Der Modekonzern Zalando scheint zumindest nach aktuellem Stand vergleichsweise glimpflich durch die Krise zu kommen. Wie bereits Mitte April angekündigt, liegt der bereinigte Verlust zwar bei minus 98,6 Millionen Euro (im Vorjahreszeitraum gab es mit 6,4 Millionen Euro einen leichtet Gewinn), der Umsatz konnte jedoch um 10,6 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro gesteigert werden. Nachdem die Kundennachfrage im März zunächst zurückging, habe sie sich im April wieder erholt. Man verzeichne Zuwächse in strategisch wichtigen Kategorien, etwa Kindermode und Sportbekleidung, und die Zahl der aktiven Kunden konnte ebenfalls gesteigert werden – um 17 Prozent auf 32 Millionen.
„Als Unternehmen haben wir schnell Antworten auf die Herausforderungen im März gefunden und wir sehen eine deutlich positivere Entwicklung in den ersten Wochen des zweiten Quartals“, so CFO David Schröder. Der Blick in das weitere Jahr gestaltet sich beim Modekonzern dann auch durchaus optimistisch. Man erwarte ein Wachstum im zweistelligen Bereich, deutlich über den Prognosen für den gesamten Modemarkt. Sowohl Bruttowarenvolumen als auch den Umsatz wolle man um zehn bis 20 Prozent steigern.
Trotz des Gewinneinbruchs im ersten Quartal rechne man mit einem bereinigten Ebit für das Gesamtjahr zwischen 100 und 200 Millionen Euro und Investitionen in Höhe von 230 bis 280 Millionen Euro. Zalando setzt hier vor allem auf die Verschiebung der Kundennachfrage von Offline nach Online. CEO Rubin Ritter gibt sich kämpferisch: „Wir sind überzeugt, dass wir auch in 2020 klar profitabel und im zweistelligen Bereich wachsen werden“.
Kommentar schreiben