77 Unternehmen haben im ersten Quartal 2020 ihre Gewinn- oder Umsatzprognosen nach unten korrigieren müssen. So viele waren es innerhalb eines Dreimonatszeitraums noch nie und mehr als doppelt so viele Korrekturen wie im Vorjahreszeitraum (33). Das geht aus einer Auswertung des Beratungs- und Prüfungsunternehmens EY hervor. Die meisten der Korrekturen wurden im März veröffentlicht, als immer mehr Länder immer stärker unter der Pandemie litten.
„Die Coronakrise führt weltweit zu massiven Einschränkungen des Wirtschaftslebens und zu nie da gewesenen Umsatzausfällen in fast allen größeren Märkten. Spätestens ab März dieses Jahres wurden die Prognosen vieler Unternehmen Makulatur“, erklärt EY-Chef Hubert Barth. Besonders betroffen ist die Automobilbranche, in der sieben von zwölf börsennotierten Unternehmen ihre Prognosen korrigieren mussten. Energieversorger und Telekommunikationsanbieter blieben dagegen von der Krise weitgehend verschont, hier gab es keine Korrekturen.
Für die Analyse wurden Daten von 304 Unternehmen ausgewertet. Seitdem seien aber weitere Firmen dazu gekommen, die ihre Prognosen zurücknehmen mussten. Im April mussten weitere große Dax-Konzerne wie etwa BASF ihre Prognosen aktualisieren, so das Manager Magazin. Zudem handelt es sich um kein rein deutsches Phänomen. Auch die großen internationalen Tech-Konzerne hadern mit der Krise. Apple gab schon im Februar eine Gewinnwarnung heraus, Facebook und Google präsentierten schwächere Quartalszahlen und selbst Amazon als einer der großen Profiteure der Krise konnte zwar den Umsatz steigern, der Gewinn brach wegen gestiegener Kosten aber ein.
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