Wirtschaftsminister Peter Altmaier will in den kommenden Tag einen Plan für die schrittweise Lockerung der Corona-Auflagen für die Unternehmen präsentieren. Zudem sollen besonders stark betroffene Branchen, etwa die Gastronomie oder die Veranstaltungsbranche, weitere Hilfen bekommen. Man stehe „vor großen Herausforderungen“, so Altmaier. In der Frühjahrsprognose des Wirtschaftsministeriums heißt es, dass das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 6,3 Prozent einbrechen dürfte, berichtet Reuters.
Altmaier rechne im zweiten Quartal mit dem Tiefpunkt und danach mit einer nur langsam einsetzenden Erholung. Für 2021 gehe man von einem Wirtschaftswachstum von 5,2 Prozent aus, auch dank des Milliarden-Schutzschirms der Bundesregierung. Erst 2022 hätte die Wirtschaft wieder ihr Niveau vor der Krise erreicht. Um die Wirtschaft nach der Krise wieder in Schwung zu bringen, kündigte Altmaier ein Konjunkturprogramm an.
Im ersten Quartal sei die Wirtschaft um zwei Prozent geschrumpft, im zweiten Quartal werde das Minus auf zehn Prozent wachsen, so der Konjunkturchef des Berliner Forschungsinstituts DIW, Claus Michelsen. Ohne ein starkes Konjunkturprogramm mit Investitionsfokus werde es schwierig für die Wirtschaft. Mut macht dabei die Entwicklung nach der letzten Krise. Nach der Finanzkrise 2009 sank das BIP in Deutschland um 5,7 Prozent. Danach folgten aber zehn Jahre Wachstum. Altmaier geht davon aus, dass die Pandemie beherrscht werden könne. Der Arbeitsmarkt dürfte aber noch eine Weile leiden. 2020 werde mit 2,62 Millionen Arbeitslosen gerechnet, 2019 waren es 2,27 Millionen. Kurzarbeit werde auf ein nie dagewesenes Niveau wachsen. Mit mindestens drei Millionen Menschen in Kurzarbeit rechnet der Wirtschaftsminister.
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