Wenn diese Coronakrise – und hoffen wir inständig, dass sie irgendwann endet – wenigstens etwas Gutes hat, dann, dass sie beweist, dass Solidarität in Deutschland tatsächlich noch etwas zählt. Der Turbokapitalismus hat gefühlt (in der Realität natürlich nicht, fragen Sie mal Herrn Watzke) einmal Pause und viele Menschen versuchen, soweit es ihnen eben möglich ist, dabei zu helfen, den Stand von vor der Krise auch nach der Krise aufrecht zu erhalten.
In Windeseile bildeten sich in allen größeren und kleineren Städten Initiativen, um lokale Händler zu unterstützen, die nicht öffnen können. Programmkinos sammeln Spenden von Filmfans, die auch in der Zukunft noch ins kleine Programmkino gehen möchten, der Burgerladen im Kiez kann sich plötzlich vor Bestellungen nicht mehr retten und existenzbedrohte Fußballvereine verkaufen Tickets für Spiele, die es nicht gibt, weil die Fans ihren Club unterstützen wollen.
Man kann natürlich hinterfragen, warum die vielen Menschen, die jetzt so bereitwillig aushelfen, in regulären Zeiten nicht einfach öfter mal die kleinen Geschäfte, Clubs und Restaurants besuchen und ob das jetzt schlechtes Gewissen oder Langeweile ist, muss man aber nicht. Aktuell zählt vielerorts buchstäblich jeder Cent.
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