Mehr als 400 Mitarbeiter beschäftigt der Print-on-Demand-Anbieter Spreadshirt in seiner Zentrale in Leipzig. Doch seit über einem Monat sind die Büroräume, die für 450 Personen ausgelegt sind, nahezu leer. Die Coronakrise hat auch das Leipziger Unternehmen, das neben seinem Standort in Deutschland Produktionsstätten in Polen, Tschechien und den USA betreibt, fest im Griff.
Die ersten Auswirkungen des Coronavirus bemerkte der Print-on-Demand-Anbieter bereits Mitte Februar, wie CEO Philip Rooke im Gespräch mit OnlinehändlerNews erklärt: „Weniger Menschen suchten online nach T-Shirts und in den am stärksten betroffenen Ländern wurden Veranstaltungen, mitsamt der dafür geplanten Merchandise-Produkte, abgesagt.“ Bereits zu diesem Zeitpunkt begann Spreadshirt damit, die eigenen Marketing-Pläne anzupassen. Anfang März, als die Zahl der Infektionen in Deutschland stieg, bereitete Spreadshirt das Homeoffice für seine Büro-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter vor. Zum selben Zeitpunkt wurden sämtliche Geschäftsreisen und Reisen zwischen den Standorten des Unternehmens eingestellt.
Inzwischen befinden sich die meisten Mitarbeiter von Spreadshirt im Homeoffice, zum 1. April hat das Unternehmen mit den Mitarbeitern in der Leipziger Zentrale Kurzarbeit vereinbart. „Die MitarbeiterInnen in unserer Leipziger Zentrale zeigten vollstes Verständnis, warum wir Kurzarbeit einführen, und erklärten sich freiwillig bereit, Kürzungen in Kauf zu nehmen, um ihre Kollegen und die Zukunft des Unternehmens zu schützen“, erzählt Rooke. „Die Teams arbeiteten härter als je zuvor, um eine gut funktionierende Homeoffice-Kultur zu etablieren und sich auf die reduzierten Arbeitszeiten vorzubereiten.“ Viele Mitarbeiter seien „mehr als nur einen Extraschritt“ gegangen, so Rooke weiter, um die Veränderungen in sehr kurzer Zeit vorzunehmen.


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