Studie belegt: Vertrauensverlust unter Internetusern
Die deutschen Internetuser fühlen sich seit dem Bekanntwerden der verschiedenen Überwachungsaktionen wie PRISM nicht mehr sicher. Nach einer im Juli dieses Jahres durchgeführten Befragung von mehr als 1000 Internetnutzern ab 14 Jahren durch das Meinungsforschungsinstitut ARIS halten zwei Drittel der Befragten ihre Daten im Netz für gefährdet. Auftraggeber der Erhebung ist BITKOM.
Mögliche Folgen, die Online-Händler befürchten, sind der Rückgang an Online-Bestellungen aus Angst der Internetuser, persönliche Daten ins Internet eingeben zu müssen.
Die Ergebnisse der Befragung verdeutlichen ebenfalls diesen erheblichen Vertrauensverlust aufseiten der Internetuser: 2011 waren es „nur“ 55% der befragten Internetuser, die um ihre Daten fürchteten – mittlerweile sind es 66% und damit rund zwei Drittel der Befragten. Waren es 2011 noch 6%, die davon ausgingen, dass ihre Daten im Netz sehr sicher sind, ist diese Gruppe nun auf erschreckende 2% gesunken.
Eine weitere mögliche Folge ist auch die Angst vor der Eingabe von Daten, was auch mittelständische IT-Unternehmen wie E-Commerce-Anbieter massiv schädigen könnte, wenn User davor zurückschrecken, Nutzerprofile anzulegen oder Zahlungsinformationen zu hinterlegen.
Auch Prof. Dieter Kempf, BITKOM-Präsident, sagt: „Die Zahlen sind ein Alarmsignal. Der BITKOM hat seit Bekanntwerden der Ausspähaktionen schnellstmögliche und größtmögliche Transparenz gefordert und vor einem Vertrauensverlust gewarnt. Die Internetnutzer wollen und brauchen Klarheit und Wahrheit“.
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