1. Gefühlte Wahrheiten, aber wenige Fakten
2. Retouren, Verkehr und Verpackungen sind im öffentlichen Fokus
3. Retouren und der Umgang damit – wie schlimm ist es wirklich?
4. Retouren im Zaum halten – aber der Umgang ist oft schon verantwortungsvoll
5. Händlerbund-Studie: Retourenquoten bis über zehn Prozent
6. Der Online-Handel und der Straßenverkehr – unklare Zusammenhänge
7. Ist der E-Commerce klimafreundlicher als der stationäre Handel?
8. Menge an Verpackungsmüll steigt – ist der Online-Handel verantwortlich?
9. Händler wollen Verpackungen umweltfreundlicher gestalten
10. Online-Händler sind nicht unanständig
Das Image des Online-Handels ist nicht gut. Schlecht fürs Klima, schlecht für den stationären Handel, schlecht für die Innenstadt, schlecht fürs Gewissen. Es werden Gebühren, Steuern oder Verbote gefordert.
Der Versandhandel wird oftmals als umweltschädlicher, natürlicher Fressfeind des stationären Handels dargestellt. Dabei könnten die beiden doch ganz gut in Symbiose leben. Mitunter wird der bewusste Einkauf im Einzelhandel aber zur subversiven Aktion erklärt. Denn immer wieder vernimmt man Stimmen, die den Online-Handel in die Nähe einer gewissen Immoralität rücken.
Diese Stimmen gibt es auch in der Politik. Umweltministerin Schulze ließ sich kürzlich in der Bild am Sonntag damit zitieren, dass im Online-Handel eine „Wegwerfmentalität” grassiere. Die Tagesschau berichtete im Februar über die vermeintlich sorglose Vernichtung von Artikeln, die online gekauft und dann wieder retourniert wurden. Schon letzten Dezember sprach Katrin Göring-Eckhardt in der Welt von einer „dekadenten und unanständigen Ressourcenverschwendung” im Online-Handel.
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