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Google will britische Nutzerkonten in die USA verlagern

Veröffentlicht: 21.02.2020
imgAktualisierung: 21.02.2020
Geschrieben von: Sandra May
Lesezeit: ca. 2 Min.
21.02.2020
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ca. 2 Min.
Britisches Puzzleteil wird aus der EU entfernt
© Alexander Gatsenko / Shutterstock.com
Google hat nun angekündigt, die Konten seiner britischen Nutzer aus der EU in die USA verlagern zu wollen.


Mit dem Brexit kommt für die Briten auch der Abschied von vielen europäischen Regularien. Wie genau die rechtliche Landschaft ab 2021 aussehen wird, steht bisher noch in den Sternen. Eines scheint aber recht sicher zu sein: Mit dem Austritt aus der EU will sich Großbritannien auch von der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) verabschieden. Dies hatte Premierminister Boris Johnson vor zwei Wochen angekündigt.

Nun hat auch Google erste Schritte wegen des Brexits angekündigt: Die Konten britischer Nutzer sollen von der EU in die USA verlagert werden. Damit will der Konzern der britischen Regierung entgegenkommen.

Geringeres Datenschutzniveau

„Wie viele Unternehmen müssen auch wir uns auf den Brexit vorbereiten“, heißt es dazu in einem Statement von Google, welches t3n vorliegt. Das Unternehmen betonte auch, dass die Nutzer im Rahmen der britischen Datenschutzbestimmungen weiterhin geschützt seien.

Hintergrund des Umzugs der Konten in die USA ist ein Abkommen zwischen Trump und Johnson. Teil des Handelsabkommen mit den USA könnte die Einigung auf ein geringeres Datenschutzniveau sein. Dieses geringere Datenschutzniveau wird eine gemeinsame Verwaltung von Daten vereinfachen.

Bessere Strafverfolgung

Hinzu kommt aber noch ein ganz anderes Problem: In der EU herrscht ein hohen Datenschutzniveau. Nach dem Brexit und dem angekündigten Abschied von der DSGVO könnte es für die britischen Strafverfolgungsbehörden schwierig werden, Zugang zu Nutzerdaten zu verlangen, wenn diese auf Servern innerhalb der EU gespeichert werden.

Ein Umzug der Google-Nutzerkonten in die USA wird dies erleichtern: Im März 2018 unterzeichnete Trump die Cloud-Verordnung. Diese sorgt dafür, dass britische Behörden nicht vor große juristische Hürden gestellt werden, wenn sie an personenbezogene Daten kommen wollen, die in den USA gespeichert werden.

Veröffentlicht: 21.02.2020
img Letzte Aktualisierung: 21.02.2020
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Sandra May

Sandra May

Sandra beleuchtet Streitfälle im E-Commerce: von rechtlichen Fallstricken über Urheberrecht bis hin zu Influencer:innen und Wettbewerbsklagen.

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