Seit Anfang des Jahres sammeln die Steuerbehörden in Österreich bei Konzernen mit einem Umsatz von über 750 Millionen Euro fünf Prozent auf Einnahmen aus Online-Werbung ein. Damit richtet sich die sogenannte Digitalsteuer vor allem gegen den US-Konzern Google, der sich das aber offenbar nicht gefallen lassen will, wie t3n.de berichtet.
Laut einer E-Mail, die der österreichischen Zeitung „Der Standard“ vorliege, wolle Google eine Gebühr von fünf Prozent auf Anzeigen erheben, die von Nutzern in Österreich gesehen werden. Diesen Schritt begründet der Konzern damit, dass die Kosten durch die Einführung der Digitalsteuer um fünf Prozent gestiegen seien.
Die Gebühren treffen dabei nicht nur Werbetreibende aus Österreich: Für Google sei es egal „wo auf der Welt sich der Werbetreibende befindet“. Ausschlaggebend sei, dass ein Nutzer in Österreich die Werbeanzeige sieht. Damit dürften die Gebühren auch deutsche Händler treffen, die Werbung in Österreich schalten. Google will den Preisaufschlag im Laufe dieses Jahres, frühestens in der zweiten Jahreshälfte, erheben. Immerhin soll der Aufschlag nicht rückwirkend berechnet werden – für die Werbetreibenden ist es trotzdem ärgerlich.
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