Das Coronavirus sorgt für Schlagzeilen und auch in Deutschland wurden erste Infektionsfälle gemeldet. In China, wo das Virus erstmals aufgetreten war, wurde aufgrund der Infektionsgefahr das Ende des derzeit laufenden Neujahrsfests verschoben. Viele Produktionsstätten dürften erst in über einer Woche wieder den Betrieb aufnehmen. Online-Händler in Deutschland fürchten nun Lieferengpässe und sorgen sich um die Sicherheit ihrer Waren.
Wir haben mit Florian Schwarz, Berater für Amazon Händler bei Smart AMZ, und den Online-Händler Thorsten Köhler (Name von der Redaktion geändert) über die aktuelle Lage in China und die Folgen für den deutschen E-Commerce gesprochen.
OnlinehändlerNews: Einigen Händlern zufolge werden derzeit Warenlager in China wegen des Coronaviruses stillgelegt, die Mitarbeiter dürfen nicht zur Arbeit. Wie ist die Lage nach deinen Informationen in dem Land, Florian?
Florian Schwarz: In China herrscht aktuell noch das Chinese New Year. Während dieser Zeit sind aufgrund der Festlichkeiten nahezu alle Betriebe geschlossen und die Mitarbeiter sind meist mehrere tausend Kilometer weit zu ihren Familien nach Hause gefahren. Aufgrund des Coronaviruses wurde das Ende des Neujahrsfestes jetzt für viele Bezirke verschoben, sodass eine Vielzahl der Produktionsstätten wohl aller Voraussicht nach erst wieder am 10.02.2020 öffnen wird.
Ob der 10.02.2020 wirklich eingehalten werden kann, kann im Moment keiner mit Sicherheit sagen. Leider ist es auch mehreren meiner Ansprechpartner vor Ort zufolge sehr leicht möglich, dass die tatsächlichen Zahlen zu Infizierungen und Todesfällen leider um ein Vielfaches höher sind als bekannt und der Virus noch viel weitreichendere Folgen haben könnte.
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