Seit nun schon ein paar Jahren plagen mich einmal im Jahr unaussprechliche Rückenschmerzen. Der Nerv macht zu (hier bitte medizinischen Fachbegriff bei Google nachsehen), jede Bewegung wird eine Tortur und nur die Hoffnung, dass es in zwei, drei Tagen wieder besser wird, hilft darüber hinweg, dass selbst das Sockenanziehen zum persönlichen Everest wird. Eingeklemmter Nerv, Bandscheibe – irgendsoetwas wird es sein, der berufliche Alltag zwischen Rechner und Kaffeemaschine tut sein Übriges. Ich nehme mir übrigens jedes Mal vor, abseits vom Radweg zur Arbeit, mehr Sport zu machen – vor allem Rückenschule. Aber jedes Mal sind die Schmerzen ja auch irgendwann wieder weg. Ich bin mir vollkommen bewusst, dass sich dieses Problem vergleichsweise einfach lösen ließe. Ich versichere allen, dass ich das in Angriff nehme, ich WILL etwas für eine Besserung tun. Ich tue aber genau: gar nichts.
Ich bin quasi Online-Händler und Online-Kunde, wenn es um Nachhaltigkeit geht. Du meine Güte, was kann ich es nicht mehr hören, wie alle ihr grünes Gewissen gefunden haben wollen, aber nicht bereit sind, auch nur ein bisschen dafür zu tun, Nachhaltigkeit und Klimabewusstsein auch wirklich zu leben. Im E-Shopper-Barometer 2019 von DPD nennen sich 19 Prozent von über 23.000 Verbrauchern „umweltbewusste E-Shopper“. Für 92 Prozent dieser „umweltbewussten“ Kunden ist die Lieferung nach Hause die bevorzugte Versandoption. 53 Prozent der „umweltbewussten“ Kunden kaufen bevorzugt bei chinesischen Anbietern und am liebsten bestellen sie online Mode und Schuhe. Ihr Umweltbewusstsein ist also vereinbar mit straßenverstopfenden Lieferwagen, ultralangen Versandwegen und retourenintensiven Produkten. Ja gut…
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