Arbeitnehmer von weiteren Protesten abhalten
In den kommenden Tagen sollen entsprechende Klagen wegen unfairer Behandlung bei der US-Aufsichtsbehörde für Arbeitsverhältnisse eingereicht werden, wie Heise Online schreibt. Allerdings argumentiert Google, die vier ehemaligen Mitarbeiter gekündigt zu haben, „weil sie systematisch Dokumente und persönliche Kalender anderer Mitarbeitenden ausgewertet haben sollen, die außerhalb ihres Arbeitsbereichs lagen“, so im Bericht weiter zu lesen. Das würde einen Verstoß gegen Googles interne Datenschutzbestimmungen bedeuten, was zur Kündigung führte. „Niemand wurde entlassen, weil er Bedenken geäußert oder die Aktivitäten des Unternehmens diskutiert hat“, so das Statement von Google bei The Verge.
Das sehen die Kläger natürlich anders. Ihrer Ansicht nach hatte der US-Konzern sie entlassen, weil sie sich an Organisationsversuchen beteiligt und interne Proteste ins Leben gerufen haben. Dass sie dadurch ihren Job verloren haben, sehen sie als Schritt Googles, ein Exempel zu statuieren, um andere Mitarbeiter abzuhalten, ähnliche Proteste zu initieren. „Es ist klar, dass sich Googles drakonisches, bösartiges und ungesetzliches Verhalten nicht gegen uns richtet, sondern gegen jegliche Organisation am Arbeitsplatz“, zitiert Heise Online die Stellungnahme der vier Ex-Googleangestellten.
In den letzten Wochen kamen immer wieder Vorwürfe auf, Google wolle solche Arbeitnehmerorganisation unterbinden. So soll sich der US-Konzern Unterstützung von einer Beratungsfirma geholt haben, deren Spezialgebiet die Bekämpfung von Gewerkschaftsarbeit ist. Immer wieder gab es große Proteste der Mitarbeiter, unter anderem wird Google-Vorgesetzten Sexismus vorgeworfen.
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