Der Berliner Immobilienvermieter Deutsche Wohnen SE muss aufgrund von Verstößen gegen die Datenschutzgrundveordnung (DSGVO) 14,5 Millionen Euro Strafe zahlen.
Bei Prüfungen der Berliner Datenschutzbehörde zeigte sich, dass die Immobiliengesellschaft personenbezogene Daten speicherte, ohne zu prüfen, ob die Sicherung notwendig und zulässig sei. Im Archiv des Unternehmens waren u. a. jahrelang Gehaltsnachweise, Arbeitsverträge, Kontoauszüge oder Sozial- und Krankenversicherungsdaten der Mieter abgelegt, ohne dass der ursprüngliche Zweck für die Erhebung dieser Daten noch bestanden habe. Auch habe es im Archivsystem keine Option zur Löschung nicht mehr erforderlicher Daten gegeben, melden Reuters und Heise. Erstmals hat die Datenschutzbehörde die Deutsche Wohnen Mitte 2017 zu einer Umstellung des Archivsystems aufgefordet. Hier wurden jedoch nur unzureichende Maßnahmen zur Beiseitigung von Missständen getroffen, die Speicherung des Datenbestands wurde auch nicht rechtlich begründet, heißt es.
Das Immobilienunternehmen wolle gerichtlich gegen den Bußgeldbescheid vorgehen. Es seien ihren Angaben zufolge keine Daten von Mietern an unternehmensfremde Dritte gelangt.
Kommentar schreiben