Der Online-Getränkelieferant Flaschenpost soll offenbar seine Mitarbeiter überwachen. Nach Angaben der Rheinischen Post berichten ehemalige sowie auch aktuelle Angestellte von „permanenter Überwachung in den Logistikzentren“. Demnach sei etwa ein Lager in Düsseldorf mit mehreren Kameras bestückt, zudem sei es „in allen Ecken ausgeleuchtet und es wird auch aufgezeichnet“. Einsicht in die Aufnahmen hätte man dann nicht nur vor Ort, sondern auch in der Unternehmenszentrale in Münster, heißt es weiter.
Grund für die Aufzeichnung sei Einbruchs- und Diebstahlprävention sowie gegebenfalls die Beweissicherung. „Ein Zugriff auf diese Daten ist nur in begründeten Ausnahmefällen und mit vorheriger Genehmigung des Datenschutzbeauftragten möglich“, wird eine Flaschenpost-Sprecherin zitiert. Arbeitsleistungen von Mitarbeitern werte man nicht aus. Seitens der Datenschutzbeauftragten von Nordrheinwestfalen sei dies aber problematisch: So sei im Einzelfall eine Prüfung für eine solche Überwachungsmaßnahme erforderlich. „Wenn aber generell die Ein- und Ausgänge der Lagerhallen sowie auch die Arbeitsabläufe überwacht werden, ohne dass hier auf den jeweiligen Einzelfall abgestellt wird, spricht Vieles dafür, dass es hierfür keine datenschutzrechtliche Grundlage gibt“, so der Datenschützer.
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