Vorwurf: Flaschenpost soll Mitarbeiter ausspionieren

Veröffentlicht: 09.10.2019
imgAktualisierung: 09.10.2019
Geschrieben von: Hanna Behn
Lesezeit: ca. 3 Min.
09.10.2019
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Flotte von Flaschenpost
© Flaschenpost
Mitarbeiter von Flaschenpost werfen dem Unternehmen Überwachung vor, außerdem erzielt Thalia nach eigener Aussage das erfolgreichste Geschäftsjahr und Facebook muss bis zu 40 Millionen Euro Strafe an Werbekunden zahlen.


Der Online-Getränkelieferant Flaschenpost soll offenbar seine Mitarbeiter überwachen. Nach Angaben der Rheinischen Post berichten ehemalige sowie auch aktuelle Angestellte von „permanenter Überwachung in den Logistikzentren“. Demnach sei etwa ein Lager in Düsseldorf mit mehreren Kameras bestückt, zudem sei es „in allen Ecken ausgeleuchtet und es wird auch aufgezeichnet“. Einsicht in die Aufnahmen hätte man dann nicht nur vor Ort, sondern auch in der Unternehmenszentrale in Münster, heißt es weiter. 

Grund für die Aufzeichnung sei Einbruchs- und Diebstahlprävention sowie gegebenfalls die Beweissicherung. „Ein Zugriff auf diese Daten ist nur in begründeten Ausnahmefällen und mit vorheriger Genehmigung des Datenschutzbeauftragten möglich“, wird eine Flaschenpost-Sprecherin zitiert. Arbeitsleistungen von Mitarbeitern werte man nicht aus. Seitens der Datenschutzbeauftragten von Nordrheinwestfalen sei dies aber problematisch: So sei im Einzelfall eine Prüfung für eine solche Überwachungsmaßnahme erforderlich. „Wenn aber generell die Ein- und Ausgänge der Lagerhallen sowie auch die Arbeitsabläufe überwacht werden, ohne dass hier auf den jeweiligen Einzelfall abgestellt wird, spricht Vieles dafür, dass es hierfür keine datenschutzrechtliche Grundlage gibt“, so der Datenschützer.

Thalia verzeichnet bisher bestes Geschäftsjahr 

Buchhändler Thalia verzeichnet „das erfolgreichste Geschäftsjahr der Geschichte“, so Thalia-CEO Michael Busch. Im Zeitraum vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019 konnte der Konzern 6 Prozent mehr Umsatz erzielen und 2 Prozent mehr Wachstum im stationären sowie 5 Prozent mehr im Online-Handel erzielen, schreibt Buchreport

Anfang dieses Jahres hatte der Buchhändler mit der Mayerschen fusioniert. Auch die Mayersche konnte von Januar bis September 2019 ein Umsatzplutz von 3,5 Prozent erreichen. Insgesamt komme die Mayersche-Thalia-Gruppe einschließlich der Schweizer Orell-Füssli-50-Prozent-Beteiligung laut dem Thalia-CEO Michael Busch auf deutlich über eine Milliarde Euro Umsatz. Sowohl die Marke Thalia als auch Mayersche auch sollen in Zukunft erhalten bleiben, wer sich dem Netzwerk anschließe, müsse „nicht seine Identität aufgeben“, so die Idee hinter dieser Strategie.

Facebook lieferte falsche Zahlen an Werbekunden 

Facebook hat sich vermessen: Die Formel, die berechnete, wie lange Videos auf der Social-Media-Plattform durchschnittlich angesehen werden, war fehlerhaft. Über einen Zeitraum von 18 Monaten wurden so fehlerhafte Daten an Werbetreibende übermittelt: So wären Zeitangaben „um bis zu 900 Prozent aufgeblasen worden“ melden W&V und der Spiegel. Aufgrund der scheinbar guten Statistiken hätten viele Unternehmen deutlich mehr Anzeigen gebucht. Daraufhin hatten Werbetreibende im Jahr 2016 geklagt.

Der Fall wurde nun von einem Bezirksgericht Kalifornien verhandelt: Facebook muss im Rahmen eines Vergleichs insgesamt 40 Millionen Dollar Entschädigung an seine insgesamt 1,35 Millionen betroffenen Kunden auszahlen. Eine richterliche Entscheidung, ob die Höhe der Zahlung angemessen sei, steht noch aus.

Veröffentlicht: 09.10.2019
img Letzte Aktualisierung: 09.10.2019
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Hanna Behn

Hanna Behn

Hanna widmet sich am liebsten den Themen E-Commerce-Trends, Leadership und Unternehmertum.

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