Deliveroo stampft sein Deutschland-Geschäft ein. Tja, nun. Wir werden es wohl verschmerzen. Der Essens-Lieferdienst hat in Deutschland nie so richtig Fuß gefasst, die Konkurrenz von Takeaway, dem Konzern, dem quasi alle anderen Lieferdienste (Lieferando, Lieferheld, Foodora) gehören, war zu groß. Dem Endkunden ist freilich vollkommen egal, welcher – wahnsinnig hippe, aber eigentlich ungelenk um die Ecke benannte – Anbieter nun die Bestellung beim Lieblings-Pizzadienst abholt. Die Marke Deliveroo dürfte aus dem kollektiven Gedächtnis ziemlich schnell wieder verschwunden sein, weil sich ohnehin kein Mensch die ganzen total kreativen StartUp-Namen merken kann. Aber das ist eine andere Geschichte.
Dass Deliveroo nun vom deutschen Markt (vorerst) verschwindet, ist weder besonders schade oder überraschend. Wenn sich ein Konzern (Takeaway) den Markt quasi allein aufteilen kann, dann hat es die Konkurrenz schwer. Selbst wenn Deliveroo international ein Schwergewicht ist und sogar von Amazon bezuschusst wird. Diesem Schwergewicht tut es auf der anderen Seite dann auch nicht besonders weh, einen wenig lukrativen Markt fallen zu lassen. Dass Deliveroo in Deutschland Probleme hatte, wurde schon vor ziemlich genau einem Jahr deutlich, als man sich – ebenfalls vorerst – aus zehn Städten verabschiedete. Schon damals wollte man den Rückzug vom Rückzug nicht ausschließen, weil: Wer weiß, was die Zukunft bringt, schließlich ist Deutschland ja eigentlich doch irgendwie lukrativ.
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