Offenbar sind viele Online-Händler nicht zimperlich, wenn es darum geht, Kunden zum Kauf zu treiben. Grundsätzlich ist es zwar das gute Recht eines jeden Händlers, die eigenen Verkäufe nach oben zu treiben, aber nur, solange es im legalen Rahmen ist. Einer Studie der Princeton University und der University of Chicago zufolge überschreiten aber offenbar viele Online-Shops die Grenze des Erlaubten. In ihrer Studie „Dark Patterns at Scale: Findings from a Crawl of 11k Shopping Websites“ haben die Universitäten insgesamt 11.000 englischsprachige Online-Shops auf ihre Nutzung von sogenannten Dark Patterns untersucht, also manipulativen Methoden, um die Verkäufe nach oben zu schrauben.
Ergebnis: 1.267 der 11.000 analysierten Shops nutzen Dark Patterns, berichtet T3n. Diese sind nicht per se illegal, allerdings wurden bei 183 der untersuchten Shops insgesamt 243 manipulative Methoden gefunden, die in Teilen der Welt illegal sind. Die Studie unterscheidet 15 verschiedene Methoden in sieben Kategorien. Dabei handelt es sich etwa um Sneaking, also zum Beispiel das heimliche Ablegen von zusätzlichen Produkten im Warenkorb, um Urgency, also das Vorgaukeln einer in Wahrheit nicht vorhandenen Dringlichkeit oder um Scarcity, die Behauptung, gewisse Produkte seien nur noch in begrenzter Stückzahl verfügbar. Weitere Methoden sind eine nur scheinbare Benutzerfreundlichkeit, falsche Kundenbewertungen oder unrechtmäßige Pflichtfelder (etwa eine erzwungene Newsletter-Anmeldung).
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