Große Unterschiede zwischen den Studienfächern
Dabei unterscheiden sich die Fächer: Wenig überraschend sehen sich Informatiker, Medienwissenschaftler und angehende Ingenieure als digital relativ gut aufgestellt für die postakademische Zukunft. Studenten von Sprach- und Kulturwissenschaften, Juristen und Erziehungswissenschaftler hingegen bekommen an ihrer Alma mater wohl zu wenig Input über dieses Neuland und Co. Das ist für Geisteswissenschaftler in der Folge ein noch größeres Problem, da diese eh meist auf keinen konkreten Beruf zusteuern, sondern sich mit Zusatzqualifikationen, Praktika und Co. auf einem extrem kompetitiven Arbeitsmarkt in ihrem Bereich behaupten müssen.
Ebenfalls auffällig und mit traurigem Smiley zu versehen: Nur 40 Prozent der angehenden Lehrer fühlen sich in Sachen Digitalisierung von ihrer derzeitigen Bildungseinrichtung gut auf die nächste vorbereitet. Auch das ist fatal. Das System Schule kämpft sowieso schon mit Inklusion, Föderalismus, chronischer Unterfinanzierung und Co. Dann sollen frische Absolventen aus dem Hörsaal vor Klassen treten, in denen jetzt schon manche Schüler ihren Lehrern in Sachen Digitalkompetenz weit enteilt sind, in Räumen unterrichten, wo ein Overheadprojektor das höchste der technischen Gefühle ist und dieser Generation wiederum einbläuen, warum gerade die Digitalisierung für den rohstoffarmen Wirtschaftsstandort Deutschland der entscheidende Zukunftsfaktor ist.
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