Frankreich ist durch seine räumliche Nähe ein interessanter Expansionsmarkt für deutsche Händler. Doch es kommt wie in jedem Markt auf die Feinheiten an: Welche Zahlungsarten werden in Frankreich bevorzugt? Was müssen Händler bei der Lieferung beachten? Und welches Fettnäpfchen sollten sie unbedingt vermeiden? Sabine Treml, Manager New Key Accounts bei Lengow, hat mit uns darüber gesprochen und interessante Einblicke gewährt.
Onlinehändler News: Was macht den Online-Handel in Frankreich besonders?
Sabine Treml: Frankreich ist als drittgrößter E-Commerce-Markt in Europa äußerst dynamisch und wachstumsfreudig. Es kann damit gerechnet werden, das Frankreich zeitnah Deutschland überholt. Mir fallen vor allem zwei Besonderheiten zum Markt ein: Einerseits bietet sich Frankreich sehr gut für Online-Handel im Mode-Bereich an. In der Tat ist Mode der führende E-Commerce-Markt in Frankreich, gemessen an der Anzahl der E-Shopper. Andererseits ist Frankreich europäischer Marktführer im E-Commerce für Endverbraucherprodukte (Consumer Goods) und hat eine führende Position im Drive-Geschäft (Abholung der online bezahlten Produkte im Supermarkt). Der Anteil von den Verbraucherprodukten am gesamten E-Commerce in Frankreich liegt bei 7,4 Prozent, noch vor dem Vereinigten Königreich (6,3 %) und ganz weit vor Deutschland (1,4 Prozent). Darüber hinaus gehört Frankreich zu den europäischen Ländern mit den meisten Online-Marktplätzen und Franzosen sind an diese sehr gewöhnt. In Deutschland gibt es deutlich weniger.
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