Online-Handel mit Lebensmitteln ist noch ausbaufähig
Rewes Lieferdienst für Lebensmittel schafft dabei allein geschätzt rund 200 Millionen Euro. Das Geschäft läuft aber noch nicht so wie erhofft. „Der Bereich ist langsamer wachsend als von vielen Experten angenommen“, sagte der Digital-Vorstand Jan Kunath laut Gründerszene. „Die Nachfrage kommt nicht von allein“, ergänzte Rewe-Chef Lionel Souque. Die Hürden beim Online-Handel mit Lebensmitteln sind altbekannt: Schmale Margen, verwöhnte Kunden, schwierige Logistik – vor allem auf der letzten Meile und in ländlichen Gebieten fehlt es an effizienten Lösungen. Der Online-Handel mit Lebensmitteln macht derzeit noch nicht einmal ein Prozent des gesamten Lebensmittelumsatzes aus.
Rewe sei derzeit die Nummer eins in der Branche und wolle es auch in zehn Jahren sein. Dafür will der Konzern weiter in die Digitalisierung und den Online-Handel investieren: „Wir sind bereit – wenn es sich beschleunigt, sind wir da“, sagt Rewe-Chef Souque. Die Konkurrenz durch Internet-StartUps wie Picnic sieht Souque eher gelassen: „90 Prozent der reinen Online-Lebensmittelhändler in Europa sind pleite gegangen.“ Die StartUps würden auf rasantes Umsatzwachstum setzen, müssten aber beim Einkauf die gleichen Kosten wie traditionelle Händler tragen.
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