Ikea will bei Amazon verkaufen – und plant eigene Online-Plattform

Veröffentlicht: 14.02.2019
imgAktualisierung: 14.02.2019
Geschrieben von: Tina Plewinski
Lesezeit: ca. 2 Min.
14.02.2019
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Bäume vor einer Ikea-Filiale
© Vytautas Kielaitis / Shutterstock.com
Ikea will die eigene Vertriebsstrategie massiv erweitern: Das schwedische Möbelhaus plant dabei nicht nur, Möbel über Amazon zu verkaufen, sondern will noch viel weiter gehen.


Ikea hat große Pläne: Das schwedische Möbelhaus will seine Vertriebskanäle und digitalen Strategien massiv erweitern und dabei unter anderem auch auf die Reichweite des Online-Riesen Amazon zurückgreifen. Gegenüber der Wirtschaftszeitung „Financial Times“ erläuterte Torbjörn Lööf, CEO der niederländischen Holdinggesellschaft Inter Ikea, diese Pläne.

Und Amazon ist nicht der einzige Online-Marktplatz, auf dem sich Ikea künftig stärker präsentieren möchte: Auch auf den Marktplatz des chinesischen Amazon-Konkurrenten Alibaba hat es das Möbelhaus abgesehen. Mit diesem Schritt ist dürfte es durchaus denkbar sein, dass Ikea die Umsätze im asiatischen Raum massiv ankurbelt.

Ikea: Eigene Plattform-Pläne und Zalando als Vorbild

Schon länger sinnt Ikea darauf, die eigenen Geschäftsstrategien zu erneuern und vor allem in digitalere Bahnen zu lenken. Die entsprechenden Planungen hätten laut Lööf länger gedauert als erwartet, doch nun stünde man kurz vor dem Start des ersten Testlaufs, sagte der Ikea-Chef nach Angaben des Tagesspiegels weiter.

Doch nicht nur der Vertrieb über Marktplätze scheint in den künftigen Strategien des Unternehmens eine zentrale Rolle zu spielen – die Initiative, die nun ins Rollen gebracht wurde, könnte vielleicht sogar auf den Aufbau einer branchenweiten Online-Plattform hinauslaufen. „Man bestimmt gerne sein eigenes Schicksal, wenn man also die Größe und die Möglichkeit hat, dann passt das“, zitiert der Tagesspiegel Lööf weiter. Mit Blick auf die potenziellen Plattform-Pläne hat sich Ikea kein geringeres Vorbild aus der Branche gesucht als den Modehändler Zalando.

Ikea setzt auf City-Standorte und Miet-Möbel

Dass Ikea mitten in einer Phase der Umstrukturierung steckt, wird deutlich, wenn man sich die Entwicklungen der vergangenen Monate mal anschaut. Erst im Januar kamen beispielsweise Meldungen auf, nach denen Ikea über die Vermietung von Möbeln nachdenke: Ike Jesper Brodin, neuer Chef des Möbelhauses, verwies darauf, dass man Abstand von der Wegwerf-Mentalität nehmen wolle – dies sei auch im Sinne der Kunden. Aus diesem Grund experimentiere man „mit radikalen Lösungen“.

Ende 2018 ließ Ikea verlauten, dass man in den kommenden drei Jahren mit neuen Einrichtungshausformaten bei den Kunden punkten und dabei zum Beispiel auch die Präsenz in den Innenstädten ausbauen wolle. Dies solle eine bessere Erreichbarkeit versprechen und den Kunden ein noch bequemeres Einkaufserlebnis garantieren.

Veröffentlicht: 14.02.2019
img Letzte Aktualisierung: 14.02.2019
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Tina Plewinski

Tina Plewinski

Tina fokussiert sich auf Amazon, Marketingstrategien und digitale Plattformen – inklusive der Schattenseiten wie Online-Kriminalität.

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