Vor gut einem Jahr konnte sich die internationale Gemeinschaft beim WTO-Gipfel nicht auf multilaterale Verhandlungen einigen – jetzt kam eine Gruppe von 76 Mitgliedsländern der Welthandelsorganisation (WTO) überein, Gespräche für ein internationales Abkommen für den Bereich E-Commerce abseits der WTO zu führen. Wie Heise Online berichtet, nimmt auch die Bundesregierung daran teil.
Bereits Ende März sollen die Verhandlungen aufgenommen werden. Unter anderem stehe auch das Thema des freien Datenflusses über Landesgrenzen hinweg auf dem Plan. Japans Premierminister Shinzo Abe hatte beim Weltwirtschaftsforum in Davos gesagt, dass die WTO anerkennen müsse, dass die Datenwirtschaft der Warenwirtschaft künftig den Rang ablaufen werde. Japan hatte bereits Anfang des Jahres ein neues Abkommen für den grenzüberschreitenden Datenfluss gefordert.
Fraglich bleibt, wie wirkungsvoll die neuen Regeln für den E-Commerce sein werden: Obwohl so viele Länder beteiligt sind, fehlen große Staaten wie etwa China und Indien.
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