Schon seit einigen Monaten sucht Ceconomy nach einem neuen Chef, nachdem Vorstandschef Pieter Haas im Oktober 2018 seinen Posten räumen musste. Aufsichtsratschef Jürgen Fitschen ist seitdem mit der Suche nach einem Nachfolger beschäftigt. Wie Reuters berichtet, hat nun aber ausgerechnet Christoph Vilanek, Chef des Ceconomy-Großaktionärs Freenet, für einen Aufreger in der Chef-Suche gesorgt.
Demnach habe Vilanek im Interview mit dem Manager Magazin gefordert, dass ein neuer Vorstandschef von Ceconomy auch Verantwortung für das operative Geschäft bei MediaMarktSaturn übernehmen solle. An der Spitze der Holding müsse ein „Macher stehen, der sich einmischt, der das Unternehmen gestalten will“, so Vilanek. Das sorgte vor allem bei Convergenta, dem Minderheitseigner von Media-Saturn für Irritationen: „Wir wundern uns über die Aussage von Herrn Vilanek, dass der künftige CEO der Ceconomy auch das operative Geschäft der Media-Saturn-Holding (MSH) führen soll.”
Die MSH sei eine rechtlich eigenständige Gesellschaft, die von Ceconomy und Convergenta kontrolliert werde. Erst vor wenigen Wochen hatten die Gesellschafter mit Ferran Reverter Planet einen neuen Chef für die MSH bestimmt. Vilanek sei kein Gesellschafter, „sondern nach unserer Kenntnis Minderheitsaktionär der Ceconomy“, so ein Convergenta-Sprecher.
Kommentar schreiben