„Im vergangenen Geschäftsjahr sind unsere Ergebnisse hinter unseren Erwartungen und denen unserer Aktionäre zurückgeblieben“, sagte Dr. Dieter Haag Molkenteller, Vorstandsmitglied der Ceconomy AG auf der Bilanzpressekonferenz 2017/18. Auch Noch-CFO Mark Frese, der ab Januar interimistisch von Aufsichtsratsmitglied Dr. Bernhard Düttmann abgelöst wird, versuchte nicht, das vergangene Geschäftsjahr schön zu reden: „Wir haben ein klares Verständnis davon, weshalb wir unsere Ziele verfehlt haben." Schon im Oktober musste ein herber Gewinnrückgang vermeldet werden und CEO Pieter Haas musste seinen Hut nehmen.
Die endgültigen Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr bestätigen die Schwierigkeiten des Unternehmens. Der Konzern-Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahr um 0,9 Prozent auf 21,418 Milliarden Euro. Vor allem das rückläufige Stationärgeschäft in Deutschland drückte auf die Zahlen, auch, so Ceconomy, wegen des ungewöhnlich heißen Sommers. Online, immerhin, läuft es hingegen immer besser: Die E-Commerce-Umsätze stiegen im Jahresvergleich um 13 Prozent, das Online-Geschäft machte 12,1 Prozent des Gesamtumsatzes aus.
Auch beim Gewinn sind die Zahlen erwartbar rückläufig. Das EBITDA lag mit 630 Millionen Euro klar unter dem Vorjahr (714 Millionen Euro), das EBIT sank von 494 Millionen Euro auf 399 Millionen Euro. Auch an dieser Stelle sorgten vor allem die Geschäfte in Deutschland und der Schweiz für den Rückgang. Die Bruttomarge sank zudem um 0,5 Prozentpunkte auf 20,1 Prozent.
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