Wegen Verdacht auf Vergewaltigung wurde JD-com-Chef Richard Liu im September in den USA festgenommen. Wohl auch als Konsequenz daraus will Liu einige seiner Aufgaben an der Spitze des chinesischen Online-Riesen auf andere Manager übertragen. „Ich persönlich werde mich mehr auf neue Unternehmen konzentrieren“, sagte Liu am Montag bei der Verkündung der Umsatzzahlen laut Handelsblatt. Die Unternehmensstrategie soll von dem Schritt nicht betroffen sein. Der Umsatz von JD.com erreichte im dritten Quartal umgerechnet 13,2 Milliarden Euro. Im Vorfeld wurde mehr erwartet, darum sank die Aktie von JD.com an der Börse um 8,4 Prozent.
Grund für den geringeren Umsatz seien Investitionen. Für 2019 erwarte Liu wieder ein besseres Ergebnis. Liu wurde Anfang September in Minnesota festgenommen, nach 16 Stunden aber ohne Anklage wieder freigelassen. Laut Polizeibericht bestand der Verdacht auf Vergewaltigung. JD.com hatte die Anschuldigungen gegen den Chef stets zurückgewiesen.
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