Kleiderkreisel im Sturm der Entrüstung
Und wieder fegt ein Shitstorm durch die Welt des Online-Handels. Betroffen ist diesmal Kleiderkreisel, eine Mode-Plattform zum Tauschen und Verkaufen von abgelegten Fashion-Teilen. Da das Portal bisher keine Gebühren oder Provisionen forderte, galt es bei (privaten) Nutzern als ultimative Alternative zu eBay oder Amazon. Doch mit der Ankündigung, ein neues Bezahlsystem sowie ein neues Gebührenmodell einzuführen, trat die Plattform eine Welle der Entrüstung los.
Die neuen Kosten betragen 10 Prozent des Verkaufspreises plus 0,50 Euro für jede Transakton. Das Team um Kleiderkreisel verweist jedoch darauf, dass der Käufer die Wahl hat, „ob er das neue Bezahlsystem nutzt oder nicht. Transaktionen die über Nachrichten abgeschlossen werden, sind weiterhin kostenlos.“ Für Verkäufer ist das System jedoch verpflichtend. Aus diesem Grund geben sich die Nutzer ungehalten und rufen in den verschiedenen sozialen Netzwerken zum Boykott:
„Wow noch dreister gehts nicht im Forum herrscht gerade Apokalypse und ihr postet hier irgendwelche Bildchen“, schrieb eine Shopperin auf Facebook. „Von wegen Happiness, Trauer und Aufruhr dank eurer Geldgeilheit D:“, kommentiert eine andere.
Auch auf Twitter machen die Nutzer zur Zeit ihrem Ärger Luft:
Die Plattform Kleiderkreisel verliert durch das neue System „ihren Charm, ihr Niveau & vieles, vieles mehr... Durch das System wird KK nicht mehr das sein, was es war... Wir wurden benutzt & waren nur ihr Mittel zum Zweck. Ohne UNS wäre diese Plattform nicht zu dem geworden was es heute ist […] Jetzt wo KK erfolgreich ist, wird auf UNS & UNSERE Meinung geschissen! […] Wir verlieren unsere Freiheit SELBST zu entscheiden an wen wir verkaufen, wie wir verschicken wollen, das Geld selber verwalten“, führt eine andere Nutzerin aus und verweist auf eine Aktion gegen die neue Regelung.
Denn untätig sind die erzürnten Kleiderkreisel-Nutzer nicht. Inzwischen haben sie eine Petition ins Leben gerufen, mit der sie das neue System und die anfallenden Gebühren verhindert wollen. Bisher sind unter dem Titel "Kleiderkreisel: Bei den Wurzeln bleiben - gegen die Kommerzialisierung" bereits über 6500 Unterschriften zusammen gekommen (Stand: 27.10.14, 07:30 Uhr).
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