Media-Saturn: Nur noch wenige Regionen mit Potenzial
Der Elektronik-Konzern Media-Saturn hat sich in den vergangenen Jahrzehnten ein gigantisches Imperium aufgebaut: Mit den hauseigenen Töchtern Media Markt und Saturn ist das Unternehmen flächendeckend vertreten. Doch nicht nur die Omnipräsenz, auch die teils aggressiven Werbestrategien haben dazu geführt, dass die verschiedenen Anbieter fest in den Köpfen der Verbraucher verankert sind.
Nun, so scheint es, ist der stationäre Markt an Elektronik-Händlern jedoch gesättigt. Zumindest in den Augen von Media-Saturn. Denn nach Informationen des Handelsblattes will der Konzern das Tempo in Bezug auf die Filialen vor Ort drosseln. Man sei „flächendeckend gut vertreten“ und sehe daher nur noch in Russland, in der Türkei sowie in einigen deutschen Regionen das entsprechende Potenzial: 30 Filialöffnungen seien pro Jahr noch geplant.
Obwohl die Beziehungen zwischen Russland und Westeuropa durch den Ukraine-Konflikt momentan angespannt sind, ist das russische Parkett für Media-Saturn nach wie vor enorm wichtig. Genauer gesagt, bildet Russland den zweitgrößten Markt in Europa. Von den Auseinandersetzungen und Sanktionen spüre der Elektronik-Konzern bisher nichts. „Unsere Umsätze sind stabil“, kommentiert Media-Saturn-Chef Pieter Haas.
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