Wero wächst: Commerzbank sorgt für Reichweiten-Schub

Veröffentlicht: 16.02.2026
imgAktualisierung: 16.02.2026
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 1 Min.
16.02.2026
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Wero auf Smartphone
hechtsheimer72 / Depositphotos.com
Die Commerzbank beteiligt sich an Wero und stärkt damit die Reichweite des europäischen PayPal-Konkurrenten.


Die Commerzbank unterstützt künftig den europäischen Bezahldienst Wero und beendet damit ihre bisherige Zurückhaltung gegenüber der European Payments Initiative (EPI). Vorstandschefin Bettina Orlopp erklärte: „Wir haben als Vorstand entschieden, dass wir bei Wero mitmachen werden.“ Der Schritt gilt als deutliches Signal zugunsten eines paneuropäischen Zahlungsangebots, das sich als Alternative zu etablierten Zahlungsarten positioniert, so das Handelsblatt.

Reichweite-Sprung für PayPal-Konkurrent

Mit dem Einstieg der Commerzbank steigt die potenzielle Nutzerbasis von Wero im deutschen Markt spürbar. Bereits dabei sind Branchengrößen wie die Deutsche Bank, die Postbank, Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken sowie ING. Seit Sommer 2024 ermöglicht Wero Handy-zu-Handy-Zahlungen, seit Ende 2025 sind zudem Zahlungen im E-Commerce möglich – nach Aussage von EPI-Chefin Martina Weimert aktuell mit 185 angebundenen Shops.

Über Deutschland hinaus kooperiert Wero bereits mit Zahlungsanbietern in Italien, Spanien, Portugal und Skandinavien. Diese Partnerschaften erweitern die Nutzbarkeit über mehrere Länder hinweg und sollen ein Baustein für ein möglichst nahtloses, grenzüberschreitendes Bezahlerlebnis sein. Damit adressiert Wero ein zentrales Problem im europäischen Zahlungsverkehr: die Fragmentierung der Märkte und die Abhängigkeit von wenigen globalen Playern.

Ein Angebot für Zahlungen an der Ladenkasse ist zudem in Vorbereitung und soll das Portfolio neben P2P und E-Commerce um den Point-of-Sale ergänzen. Mit der Commerzbank an Bord steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Wero schneller in die Breite kommt – sowohl auf Kundenseite als auch bei der Händlerakzeptanz.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 16.02.2026
img Letzte Aktualisierung: 16.02.2026
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

KOMMENTARE
3 Kommentare
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JP
17.02.2026

Antworten

Solange die Funktion nicht auf Desktop PCs funktioniert, wird das nichts als Konkurrenz zu PayPal. Leider ist Wero nur als App für Smartphone und Tablet möglich. Schade!
Marian
16.02.2026

Antworten

"seit Ende 2024 sind zudem Zahlungen im E-Commerce möglich – aktuell mit 185 angebundenen Shops." - Wo kommt denn diese Info her? Zahlungen im E-Commerce sind seit Ende 2025(!) möglich. Und es machen bisher ca. 8 Online-Shops mit, keine 185. Eine Liste gibt es hier: https://demoshops.de/bei-welchen-shops-kann-man-mit-wero-bezahlen/
Redaktion
17.02.2026
Hallo Marian, 2024 ist natürlich falsch, seit Ende 2025 kann man erst online zahlen. Danke für den Hinweis. Die Zahl der angebundenen Shops bezieht sich auf eine Aussage von EPI-Chefin Weimert. Darunter sind bislang vor allem kleinere Shops (vor allem im EU-Ausland). Im Artikel hab ich das nochmal präzisiert. Beste Grüße, Christoph, Redaktion