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Wero im Online-Handel: Start in Belgien verschoben

Veröffentlicht: 21.10.2025
imgAktualisierung: 21.10.2025
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 2 Min.
21.10.2025
img 21.10.2025
ca. 2 Min.
Hände mit Kreditkarte vor Laptop
everythingposs / Depositphotos.com
Ursprünglich für 2025 geplant, verzögert sich der E-Commerce-Start von Wero, dem europäischen PayPal-Konkurrenten, in Belgien auf 2026.


In Deutschland steht Wero für den E-Commerce offenbar in den Startlöchern: Wie es von der Sparkassen-Finanzgruppe gegenüber OnlinehändlerNews heißt, seien die Funktionalitäten erfolgreich ausgerollt und technisch stabil – der Marktstart hierzulande soll demnach in den nächsten Wochen erfolgen, nachdem eine „intensive Testing-Phase“ absolviert wurde. 

Die European Payments Initiative (EPI) hat dagegen den ursprünglich für 2025 vorgesehenen belgischen Start von Wero im E-Commerce auf 2026 verschoben. Dem belgischen Portal Belgapress zufolge ist die Verzögerung auf eine unvollständige Implementierung bei einigen Partnerbanken zurückzuführen. Die EPI betont, vor dem Start die Qualität der Lösung sicherstellen und alle Tests abschließen zu wollen. Technisch sei die E-Commerce-Funktion bereits vorbereitet, jedoch seien letzte Integrationen noch ausstehend.

Gespräche mit großen Partnern

Ein weiterer Grund ist möglicherweise die Tatsache, dass es noch an ausreichend namhaften Partnern mangelt. Anfang September wurde öffentlich, dass Gespräche mit MediaMarkt, Rossmann oder auch Otto laufen. Mehr als Gespräche sind es aber noch nicht. Offizielle Kooperationen mit E-Commerce-Partnern sind bislang nicht durchgesickert, eine echte Integration fehlt.

Anständiges Wachstum im P2P-Bereich

Seit dem Sommer 2024 ist Wero für Peer-to-Peer-Zahlungen (also von Nutzer zu Nutzer) in Deutschland, Frankreich und Belgien im Einsatz. Über 43,5 Millionen Nutzer haben den Dienst bereits verwendet, und mehr als 100 Millionen Transaktionen wurden durchgeführt. Langfristig strebt die EPI eine europäische Alternative zu Visa, Mastercard und PayPal an und plant die Ausweitung auf Luxemburg und die Niederlande ab 2026 durch die Integration von iDEAL, dem dortigen Marktführer.

Hinweis der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels hieß es, dass sich der Wero-Start auch in Deutschland auf 2026 verschieben würde. Diese Information war nicht korrekt und wurde von uns entsprechend korrigiert.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 21.10.2025
img Letzte Aktualisierung: 21.10.2025
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

KOMMENTARE
6 Kommentare
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Tristan
25.10.2025

Antworten

Das ist genau der Unterschied: PayPal wurde groß, da sie mit der Plattform ebay daherkamen. Hier ist es umgekehrt: erst Bezahlungssystem entwickeln, dann die Plattformen suchen. Die Gefahr ist groß, dass das nichts wird. Aber so wäre es dann: aus der Verwaltung und durch Gesetzesinitiativen entwickelte IT-Maßnahmen bleiben was sie sind: eine Verwaltungsgeburt! Solange hier (DE und EU) Innovationen und freies Unternehmertum nicht unterstützt werden, bleiben wir Mittelfeld oder gar Schlusslicht.
Heiko Kannenberg
22.10.2025

Antworten

https://www.it-finanzmagazin.de/verwirrung-um-den-wero-start-im-e-commerce-epi-widerspricht-berichten-ueber-generelle-verschiebung-234734/ das relativiert das Ganze etwas
Redaktion
22.10.2025
Hallo Heiko,
dein Kommentar überschnitt sich zeitlich mit unserer Korrektur des Artikels :)
Nach einem Hinweis der EPI haben wir den Artikel nachträglich korrigiert, da die Verschiebung doch nur Belgien betrifft.
Vielen Dank für deinen Hinweis aber auch!
Gruß, die Redaktion
df
22.10.2025

Antworten

"Stolz ist ein schlechter Ratgeber" pflegte mein Chef zu sagen. In Gesprächen mit meinen Sparkassen-Beratern (die wechseln oft, weil für mich Kleinstunternehmer immer nur das Fußvolk zuständig ist) wurde deutlich, dass man überhaupt keine Struktur dafür hat, Wünsche der Kunden nach oben durchzugeben und technisch umzusetzen, sondern dass es nur darum geht, den Kunden in bereits vorhandene Systeme zu zwängen. Als Rechtfertigung wurde immer wieder die rechliche Lage erwähnt und impliziert, dass PayPal dem nicht entspräche. Ich glaube aber auch, dass "Konkurrenz zu PayPal" die kommenden Jahre nicht wirklich aufkommen wird. Dennoch würde ich es mir wünschen, ein zusätzliches, sicheres, schnelles und zuverlässiges Zahlsystem anbieten zu können. Naja - wenn PayPal soetwas auf den Markt brächte, hätten die mir das schon vor Jahren schmackhaft gemacht. Bei Wero wird es wohl wieder so sein, dass man ein unveränderliches System anbietet, welches sich auf Besonderheiten nicht anpassen lässt. In den letzten Jahren gab es ja immer mal wieder Vorstöße in Richtung PayPal; inzwischen schaue ich mir das gar nicht mehr so genau an. Wenn es erfolgreich sein wird, kann ich mich ja immernoch kümmern.
rs
22.10.2025

Antworten

Am besten direkt sein lassen...total überflüssig wie paydirekt zuvor auch.
cf
22.10.2025

Antworten

Frage des Tages: Wofür steht WERO eigentlich? Wirtschaftlicher Einbruch durch Regelungswütige Organisation? Wirtschaftskollaps Europäischer Regelungswut-Opfer?