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Wero startet bei Händlern: PayPal-Alternative bei großen Anbietern im Gespräch

Veröffentlicht: 16.09.2025
imgAktualisierung: 16.09.2025
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 2 Min.
16.09.2025
img 16.09.2025
ca. 2 Min.
Mann mit Kreditkarte und Smartphone in den Händen
Milkos / Depositphotos.com
Bislang ist der Funktionsumfang von Wero eher gering. Das wird sich in den kommenden Wochen ändern: Namhafte Händler legen bald los.


Vor mehr als einem Jahr startete mit Wero die europäische PayPal-Alternative der European Payments Initiative (EPI), einem Zusammenschluss mehrerer europäischer Banken. Vom Start weg konnten Privatpersonen mit Wero Geld untereinander versenden, ähnlich wie man es von PayPal kennt, wenn man Kleinbeträge an Freunde verschickt. An diesem Funktionsumfang hat sich bislang wenig getan, doch das wird sich in den kommenden Wochen ändern.

Erste deutsche Händler wollen Wero angeblich noch im Oktober als Bezahlmethode integrieren. „Die Vorbereitungen laufen, die Anbindung erfolgt schrittweise“, sagte EPI-Chefin Martina Weimert gegenüber der Lebensmittelzeitung. Details gibt es noch nicht, aber es gebe bereits Gespräche mit Otto, Mediamarkt und Rossmann. Ein Otto-Sprecher betont allerdings, dass es bislang lediglich Gespräche gab. Von einer geplanten Integration könne noch keine Rede sein.

PayPal-Krise nutzen?

Die Erweiterung der Möglichkeiten über Transaktionen zwischen Privatpersonen hinaus stand von Anfang an auf der Agenda, blieb bislang aber aus. Die Probleme, die PayPal in den vergangenen Wochen hatte, vom Datenleck bis hin zu massiven Auszahlungsproblemen, dürften der EPI aktuell in die Hände spielen. Denn Wero geht mit dem Ziel auf den Markt, eine europäische Alternative zur Übermacht der US-Anbieter, wie eben PayPal, aber auch Visa und Mastercard, zu etablieren.

„Die Entwicklungen der letzten Monate zeigen, wie wichtig es ist, in Zeiten transatlantischer Spannungen eine eigene europäische Lösung zu haben“, erklärte Weimert in der Lebensmittelzeitung in Anspielung auf die Probleme des großen US-Konkurrenten. Bei der potenziellen Kundschaft trifft Wero offenbar einen Nerv, wie Weimert kürzlich gegenüber dem Spiegel äußerte: „Die Zahl neuer Kunden und der Transaktionen, die über uns abgewickelt werden, hat sich in den vergangenen Wochen verdoppelt beziehungsweise verdreifacht, aber wir müssen abwarten, ob das nachhaltig ist.“

Knapp zwei Millionen Deutsche sollen Wero bereits nutzen, zusammen mit Belgien und Frankreich seien es sogar 40 Millionen. Die Marktmacht von PayPal ist in diesen Ländern bei Weitem nicht so groß wie in Deutschland. Ob Wero das Momentum nutzen kann, wird auch davon abhängen, wie schnell die EPI die Bezahlmethode bei Händlern unterbringen kann. Laut Weimert sind die Gebühren erheblich geringer als bei PayPal. Tunlichst vermeiden sollte der Neuling allerdings technische Probleme, wie zuletzt Anfang September.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 16.09.2025
img Letzte Aktualisierung: 16.09.2025
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

KOMMENTARE
3 Kommentare
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Mr. Haut rein und setzt um
06.10.2025

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Leute, bringt bitte einfach schnellstmöglich eine Schnittstelle / Plugin für WooCommerce raus, damit wir endlich einen alternativen europäischen Online-Zahlungsdienstleister in unserem Online-Shop anbieten können anstatt nur PayPal. Als Entwickler warte ich da schon die ganze Zeit drauf und verstehe nicht, wie die EU und Banken mit einer Marktmacht von ca. 450 Mio. Menschen dies nicht in Gang bekommt. Ich denke gerade jetzt in diesen politisch unsicheren Zeiten sind viele für einen Umstieg bereit.
KI
17.09.2025

Antworten

Meinung: jetzt muß massiv auf allen Kanälen Werbung von Wero geschaltet werden! Das ist große Chance die nie wieder kommt! USA sind kein Partner mehr sondern Gegner, Datenleck Paypal, US Tech Giganten sind Trump Anhänger! auf was wird gewartet?
cf
17.09.2025

Antworten

Meinung: Der letzte Satz sollte lauten: Tunlichst vermeiden sollte Wero hohe Händlergebühren - das würde dann nicht nur für das System sprechen, so dass es viele Händler einsetzen, sondern auch die Wirtschaft in der EU stärken, da keine hohen Zusatzkosten pauschal auf die Produkte aufgeschlagen werden müssen, wie bei Paypal.