Support & Hilfe
Newsletter Bei uns werben

Wero bei zwei Drittel der Deutschen unbekannt

Veröffentlicht: 18.08.2026
imgAktualisierung: 18.08.2026
Geschrieben von: Michael Pohlgeers
Lesezeit: ca. 2 Min.
18.08.2026
img 18.08.2026
ca. 2 Min.
Wero auf einem Laptop und Smartphone
EPI Company
Wero soll der neue Hoffnungsträger Europas in Sachen Bezahldienste sein. In Deutschland ist der Dienst aber nach wie vor unbekannt.


Die europäische PayPal-Alternative Wero muss weiter an ihrer Bekanntheit arbeiten. Wie das Vergleichsportal Verivox in einer repräsentativen Umfrage ermittelt hat, kennen fast zwei Drittel der Deutschen den Bezahldienst noch immer nicht. Konkret hätten von den 1.002 befragten Personen nur 39 Prozent korrekt zuordnen können, dass es sich bei Wero um einen Zahlungsdienst handelt. Immerhin 23 Prozent haben den Namen schon einmal gehört, konnten ihn aber nicht zuordnen, während 31 Prozent noch nie von Wero gehört hatten.

Kaum bekannt und noch weniger genutzt

Auch bei der Nutzung hat die europäische Hoffnung im digitalen Zahlungsverkehr noch einiges an Potenzial: Erst 14 Prozent der Befragten haben das Girokonto für Wero freigeschaltet, aber nur knapp 7 Prozent der Deutschen haben Wero bereits für Geldtransfers oder Online-Einkäufe genutzt.

Immerhin: Sowohl die Bekanntheit von Wero als auch die Nutzung ist nach Angaben von Verivox gestiegen. Im Vergleich zu einer Erhebung des Vergleichsportals aus dem Juli 2025 stieg die Bekanntheit um 9 Prozentpunkte und die Nutzung um 4 Prozentpunkte für die Girokonto-Verbindung und 3 Prozentpunkte bei der Verwendung. „Um Wero bekannter zu machen, liefen in den letzten zwölf Monaten immer wieder größere Werbekampagnen“, erklärt Oliver Maier, Geschäftsführer von Verivox. Ob der Bezahldienst mit den bisherigen Ergebnissen der Kampagnen zufrieden ist, bleibt angesichts der Ergebnisse aber fraglich.

Kann Wero noch der beliebteste Zahlungsdienst Europas werden?

Als positives Zeichen wertet Maier, dass immer mehr größere Händler wie Decathlon und Lidl die europäische Zahlungslösung anbieten. „Die Integration als Bezahlmöglichkeit in einzelnen bekannten Online-Shops sind wichtige Achtungserfolge“, so seine Einschätzung. Von einer flächendeckenden Akzeptanz sei Wero aber „immer noch sehr weit entfernt“, wie sich auch in einer Bestandsaufnahme im April dieses Jahres zeigte.

Um sein ehrgeiziges Ziel, die beliebteste Bezahlplattform Europas zu werden, zu erreichen, muss Wero sich allerdings sputen. Die Mehrheit von 58 Prozent glaubt laut Verivox-Studie nicht, dass dem Zahlungsdienst das gelingen wird. In der jüngsten befragten Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen glaubt aber immerhin eine knappe Mehrheit von 53 Prozent daran, dass Wero die amerikanischen Konkurrenten überholen und sein Ziel erreichen könne.

Veröffentlicht: 18.08.2026
img Letzte Aktualisierung: 18.08.2026
Lesezeit: ca. 2 Min.
Artikel weiterempfehlen
Michael Pohlgeers

Michael Pohlgeers

Micha beobachtet politische Entwicklungen und Marktplatz-Dynamiken. Seine Themen: Teamführung, Plattformen und alles, was den Handel bewegt.

KOMMENTARE
2 Kommentare
Kommentar schreiben

Sjaak
19.08.2026

Antworten

Wero wird sich nicht durchsetzen – weder jetzt noch in einem, zwei oder fünf Jahren. Viele Menschen sind an PayPal gewöhnt und sehen selbst bei technischer Affinität keinen Grund, eine zweite Lösung dieser Art zu nutzen. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie viel Geld die Banken erneut in den Sand gesetzt haben, um diese PayPal-Alternative zu entwickeln.
Jay
19.08.2026

Antworten

Sinnbildlich für europäische Entwicklungen mittlerweile. Hat nichtmal ne Shopanbindung / API für Shopify. Von daher können die wegen mir pleite gehen, wenn man so ignorant entwickelt und sich wundert, warum keiner es nutzt.