In den vergangenen Monaten hatte es intensive Übernahmegerüchte um PayPal gegeben: Während es Konzernchef Enrique Lores bislang gelungen ist, entsprechende Versuche abzuwehren, scheint eine potenzielle Übernahme laut Manager Magazin nun doch näherzurücken. Insider, die anonym bleiben wollen, hätten demnach über ein Angebot des Zahlungsabwicklers Stripe sowie des Finanzinvestors Advent International berichtet.
Keine offiziellen Details bekannt
Die beiden Unternehmen sollen bereits zu Beginn des Monats ein gemeinschaftliches Angebot vorgelegt haben: Es gehe um 60,50 Dollar je Aktie, wie es mit Verweis auf Reuters heißt. Im Vergleich mit dem Schlusskurs vom Dienstag würde dies einem Plus der PayPal-Aktie um rund 28 Prozent entsprechen. Sollte ein solcher Deal zustande kommen, könnte der Payment-Anbieter mit mehr als 53 Milliarden Dollar bewertet werden.
Gemäß dem Angebot sei eine Übernahme durch Stripe und Advent zu gleichen Teilen geplant. PayPal selbst habe sich dem Bericht zufolge zur Offerte noch nicht geäußert. Auch die beiden potenziellen Käufer hätten eine Stellungnahme bislang abgelehnt – nach Insiderangaben wollen sie die Gespräche mit PayPal in den kommenden Wochen allerdings weiter vorantreiben.
PayPal hat seinen Ursprung in den späten 90er Jahren und gilt als Pionier unter den digitalen Zahlungsdienstleistern, wobei namhafte Branchenexperten wie der US-Investor Peter Thiel und Tesla-Chef Elon Musk im frühen Stadium der Unternehmensentwicklung beteiligt waren. Zwischen 2002 und 2015 war der Paymentanbieter im Besitz des Online-Marktplatzes Ebay. Der Umsatz von PayPal stieg in der letzten Dekade kontinuierlich und erreichte 2025 einen Wert von mehr als 33 Milliarden US-Dollar. Die Zahl der Nutzer liegt weltweit bei knapp 440 Millionen Menschen.
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Tina Plewinski
Tina fokussiert sich auf Amazon, Marketingstrategien und digitale Plattformen – inklusive der Schattenseiten wie Online-Kriminalität.
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