Verbraucherzentrale warnt: Beschwerden über Klarna und PayPal nehmen zu

Veröffentlicht: 17.03.2026
imgAktualisierung: 17.03.2026
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 1 Min.
17.03.2026
img 17.03.2026
ca. 1 Min.
PayPal-App auf Smartphone
bigtunaonline / Depositphotos.com
Die Verbraucherzentrale Niedersachsen verzeichnet mehr Beschwerden über Klarna und PayPal – besonders der Rechnungskauf macht Sorgen.


Bei der Verbraucherzentrale Niedersachsen häufen sich Beschwerden zu Zahlungsdiensten wie Klarna und PayPal. Kund:innen berichten von schwer erreichbarem Support, fehlender Hilfe bei Widerruf oder ausbleibender Lieferung sowie unberechtigten Mahnungen trotz fristgerechter Zahlung – teils inklusive nicht gelöschter Mahngebühren.

„Wir stellen fest: Geht etwas beim Kauf schief, erhalten Kundinnen und Kunden nicht immer die notwendige Unterstützung. Im Gegenteil: Es wird unter Umständen komplizierter“, sagt Philipp Rehberg, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Niedersachsen.

Rechnungskauf im Fokus

„Besonders bei Rechnungskäufen stellen sich die Dienstleister aus Sicht vieler Betroffener auf die Seite der Händler, fordern weiterhin Zahlung und übergeben schnell an Inkassounternehmen“, so Rehberg. Die Verbraucherzentrale rät Betroffenen, unberechtigten Forderungen ausdrücklich zu widersprechen und vorerst nicht zu zahlen. Wird Inkasso eingeschaltet, sollten Einwände direkt dorthin adressiert werden, etwa per E-Mail.

Zusätzlich ist eine Beschwerde bei der BaFin möglich. Diese greift zwar nicht im Einzelfall ein, kann bei gehäuftem Aufkommen aber tätig werden. Wer allein nicht weiterkommt, könne sich an die jeweilige Verbraucherzentrale wenden.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 17.03.2026
img Letzte Aktualisierung: 17.03.2026
Lesezeit: ca. 1 Min.
Artikel weiterempfehlen
Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

KOMMENTARE
3 Kommentare
Kommentar schreiben

Silke Wolf
24.03.2026

Antworten

Wir bieten mittlerweile leider keinen Rechnungskauf mehr an. Es führte, trotz unserer deutlicher Hinweise, immer wieder zu Fehlüberweisungen (entweder auf unser Konto oder, wem das gelang, der nahm dann die falschen Auftragsnummern) und am Ende zu Ärger für die Kunden, was dann auf uns zurück fiel.
Jana FILOVA
18.03.2026

Antworten

Ergänzend möchte ich auf aktuelle Berichte von Verbraucherorganisationen hinweisen, wonach die Anzahl der Beschwerden im Zusammenhang mit Zahlungsdienstleistern wie Klarna deutlich zunimmt. In meinem Fall kam es ebenfalls zu Unstimmigkeiten: Trotz widersprüchlicher Angaben zum angeblichen Abonnementmodell wurde von Klarna weiterhin eine Zahlung eingefordert, obwohl nach Aussage des Verkäufers ein entsprechendes monatliches Abonnement (4 Lieferungen über 4 Monate) gar nicht bestehen sollte. Diese Erfahrung bestätigt aus meiner Sicht die derzeit häufig kritisierten Probleme im Zusammenspiel zwischen Zahlungsdienstleistern und Händlern.
Carsten Ranke
18.03.2026

Antworten

Natürlich macht besonders der Rechnungskauf Probleme. Das liegt aber nicht an PayPal oder Klarna, sondern an den leider immer dümmer werdenen Menschen da draußen, die gar nicht wissen was sie machen. Bei uns treffen tagtäglich Überweisungen ein von Kunden, die Rechnungskauf über Zahlungsdienstleister gewählt haben und nicht kapieren, dass der Rechnungsbetrag dann natürlich an den Zahlugsdienstleister und nicht an den Händler überwiesen werden muss. Dass der Zahlungsdienstleister dann weiterhin seine Forderung anmahnt ist doch völlig normal. Das scheinen aber auch diese ach so intelligenten Verbraucherschützer nicht zu verstehen, statt dessen schwachsinnige Tipps für die ganzen Doofen. Arme Welt.