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Überschuldung durch Online-Shops: Wer besonders betroffen ist und warum

Veröffentlicht: 18.11.2025
imgAktualisierung: 18.11.2025
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 1 Min.
18.11.2025
img 18.11.2025
ca. 1 Min.
Kreditkarten auf Laptop
bigy00 / Depositphotos.com
Immer mehr Menschen in Deutschland haben Schulden bei Online- und Versandhändlern. Besonders junge Erwachsene und Frauen sind gefährdet.


Laut dem Statistischen Bundesamt hatten 2024 rund 29 Prozent der 577.400 Personen, die die Schuldnerberatung in Anspruch nahmen, offene Forderungen bei Online- und Versandhändlern – ein Anstieg um zwei Prozentpunkte im Vergleich zu 2019. Im Durchschnitt beliefen sich diese Schulden auf 644 Euro pro Person, obwohl sie nur einen geringen Anteil an der Gesamtschuldensumme ausmachen.

Jüngere Menschen und Frauen betroffen

Besonders junge Erwachsene geraten durch den Online-Handel in finanzielle Schwierigkeiten: 40 Prozent der 20- bis 24-Jährigen mit Schulden hatten offene Beträge bei Online-Shops. Mit dem Alter sinkt dieser Anteil deutlich. Auch Geschlechterunterschiede sind auffällig: Während 36 Prozent der überschuldeten Frauen Forderungen bei Online-Händlern hatten, waren es bei Männern nur 24 Prozent. Frauen wiesen zudem höhere Durchschnittsschulden auf.

Die einfache Verfügbarkeit von Waren und aggressive Werbestrategien machen den Online-Handel für wirtschaftlich schwache Haushalte riskant. Auch deswegen soll die Verbraucherkreditrichtlinie künftig auch Kleinkredite einschließen. Wirklich durchdacht sind einige Forderungen dabei allerdings nicht.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 18.11.2025
img Letzte Aktualisierung: 18.11.2025
Lesezeit: ca. 1 Min.
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

KOMMENTARE
2 Kommentare
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Slobo
20.11.2025

Antworten

Wieder einmal wedelt der Schwanz mit dem Hund. Nur weil ein paar Menschen nicht fähig sind, sich zu kontrollieren, muss der Großteil der einkaufenden Bevölkerung auf einen einfachen und bequemen Weg beim online bestellen, verzichten. Schriftlich und per Post zu bestätigen dass man wirklich was kaufen möchte, ist wieder zurück in die Steinzeit. Mir fehlen einfach die Worte zu diesem bürokratischen Schwachsinn, Überregulierung und Bevormundung.
cf
19.11.2025

Antworten

Mal im Ernst: Wegen knapp 600.000 Personen, die hauptsächlich aus einer bestimmten Altersgruppe stammen, diese ganzen Verbraucherkreditrichtlinien-Anforderungen mit der ganzen zugehörigen Bürokratie, die dann ja auch für alle anderen nicht betroffenen Personen umgesetzt werden muss? Da sieht man wieder wie einseitig unsere Politik denkt. Wie wäre es stattdessen mit Aufklärungskampagnen oder solche Themen einfach mal in den modernen Schulunterricht einfließen lassen (Thema: Umgang mit Geld)? Ganz eventuell könnten die Eltern auch bei der Erziehung schon einen kleinen Beitrag leisten. Und ja, 600 Euro sind bitter, wenn man diese von einem sehr kleinen Einkommen abstottern muss, aber vielleicht dann auch ein guter Lerneffekt. Aber stattdessen drehen wir den halben Onlinehandel auf links und helfen wird es nicht, denn selbst wenn wir diesen Personen die Gefahrenhinweise persönlich vorlesen würden, wäre es den meisten vermutlich egal uns sie würden trotzdem bestellen. Vielleicht sollte die EU einfach über die Zentralbank alle Konten der Menschen verwalten und man schickt dann dort seine Einkaufsliste hin und ein Bürokrat entscheidet, ob ich die Tüte Milch kaufen darf. Oh Moment... so ähnliche Staatsformen mit totaler Überwachung und Kontrolle gab/gibt es und die funktionieren nachweislich nicht... Vielleicht doch irgendwie nochmal neu über das Thema nachdenken?