Laut dem Statistischen Bundesamt hatten 2024 rund 29 Prozent der 577.400 Personen, die die Schuldnerberatung in Anspruch nahmen, offene Forderungen bei Online- und Versandhändlern – ein Anstieg um zwei Prozentpunkte im Vergleich zu 2019. Im Durchschnitt beliefen sich diese Schulden auf 644 Euro pro Person, obwohl sie nur einen geringen Anteil an der Gesamtschuldensumme ausmachen.
Jüngere Menschen und Frauen betroffen
Besonders junge Erwachsene geraten durch den Online-Handel in finanzielle Schwierigkeiten: 40 Prozent der 20- bis 24-Jährigen mit Schulden hatten offene Beträge bei Online-Shops. Mit dem Alter sinkt dieser Anteil deutlich. Auch Geschlechterunterschiede sind auffällig: Während 36 Prozent der überschuldeten Frauen Forderungen bei Online-Händlern hatten, waren es bei Männern nur 24 Prozent. Frauen wiesen zudem höhere Durchschnittsschulden auf.
Die einfache Verfügbarkeit von Waren und aggressive Werbestrategien machen den Online-Handel für wirtschaftlich schwache Haushalte riskant. Auch deswegen soll die Verbraucherkreditrichtlinie künftig auch Kleinkredite einschließen. Wirklich durchdacht sind einige Forderungen dabei allerdings nicht.
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