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Nach Störung: PayPal schenkt Nutzern Geld – So erhältst du die Gutschrift

Veröffentlicht: 09.09.2025
imgAktualisierung: 09.09.2025
Geschrieben von: Tina Plewinski
Lesezeit: ca. 3 Min.
09.09.2025
img 09.09.2025
ca. 3 Min.
Logo des Zahlungsdienstes PayPal auf einem Smartphone
MuhammadAlimaki / Depositphotos.com
Nach der Störung beim Zahlungsdienstleister PayPal sollen Betroffene eine Gutschrift erhalten.


Der Zahlungsdienst PayPal ist offenbar dabei, nach der schweren Störung Ende August bzw. Anfang September Aufräumarbeiten durchzuführen – und das lässt sich das Unternehmen offenbar einiges kosten. Nachdem viele Händlerinnen und Händler mittlerweile ihre gestoppten Zahlungen erhalten haben, sollen die Wogen mit einem finanziellen Dankeschön geglättet werden: Wer von den Ausfällen betroffen war, erhalte eine Gutschrift.

An Kundinnen und Kunden seien bereits E-Mails verschickt worden, in denen der Schritt angekündigt wird: „Kürzlich kam es bei PayPal zu einer vorübergehenden Störung, die unsere Services für dich beeinträchtigt hat. Wir möchten uns für die entstandenen Unannehmlichkeiten entschuldigen“, zitiert das Techportal Heise.

Fragen und Antworten rund um die PayPal-Gutschrift

Wie hoch ist die Gutschrift?

Betroffene Kunden erhalten eine Gutschrift in Höhe von zehn Euro „als kleines Dankeschön“, wie PayPal in der Nachricht an betroffene Nutzerinnen und Nutzer erklärt.

Was müssen Kunden tun, um die Gutschrift zu erhalten?

Die Gutschrift von PayPal soll offensichtlich so einfach und komfortabel wie möglich gelöst werden. Kundinnen und Kunden müssten daher selbst gar nicht aktiv werden. Das Geld werde automatisch auf das entsprechende PayPal-Konto gebucht.

Wann wird das Geld verbucht?

Einen konkreten Buchungstermin der Gutschrift nennt PayPal in der Nachricht nicht. Dort heißt es, der Betrag werde „in Kürze in deinem PayPal-Guthaben sichtbar sein“.

Handelt es sich um einen Betrugsversuch?

Wie Heise weiter berichtet, handelt es sich bei der vorliegenden Ankündigung nicht um einen potenziellen Betrugsversuch. Betroffene hätten bereits berichtet, dass bei ihnen schon Gutschriften hinterlegt worden seien.

Bedenken vor solchen Betrugsmaschen sind aber im Kontext der schweren PayPal-Störung nicht abwegig. Kurz nach den Ausfällen hatten beispielsweise die Sparkassen vor Kriminellen gewarnt, die das Chaos für ihre Zwecke nutzen und arglose Menschen über betrügerische Telefonate zur Weitergabe vertraulicher Daten und somit die Zugänge zu Konten verleiten wollten.

Wie viel lässt sich PayPal den Schritt kosten

Die mehrtägigen Einschränkungen dürften nicht nur bei vielen Händlerinnen und Händlern für Ärger gesorgt, sondern auch Unmut bei Kundinnen und Kunden ausgelöst haben – schließlich konnten Einkäufe nicht getätigt, Transaktionen nicht vollzogen werden. Als Schritt der Wiedergutmachung schätzt Heise, dass PayPal wohl bis zu 15 Millionen Euro ausgeben könnte.

Als Basis der Rechnung gilt in Deutschland eine Zahl aktiver monatlicher Kunden in Höhe von etwa 30 Millionen. Gegenüber dem Portal ließ PayPal demnach verlauten, dass hierzulande ein Anteil von weniger als fünf Prozent von der Störung betroffen gewesen sei – unterm Strich komme so eine Gutschrift für bis zu 1,5 Millionen Nutzende zusammen.

Ausfall wirkt nach: Kritik und Diskussionen um Alternativen

In der Branche schlugen die Probleme bei PayPal hohe Wellen. Schnell kamen Diskussionen um eine allzu starke Abhängigkeit von PayPal und mögliche Alternativen auf. Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnte – ohne PayPal selbst beim Namen zu nennen – vor Risiken, die man bei der Wahl solcher Dienste berücksichtigen müsse. Neben Datensicherheit müsste eben auch die Gefahr von Ausfällen bedacht werden. Darüber hinaus kündigten Unternehmen wie Otto an, die Nutzung von PayPal vorübergehend einzustellen, was den Diskurs um eine potenzielle Abkehr der Branche von PayPal befeuerte.

Zuletzt hatten sich überdies die Sparkassen in einem Brandbrief an die Europäische Zentralbank (EZB) sowie die Bundesbank gewandt. In dem Schreiben übten sie scharfe Kritik an einer mangelnden Kommunikation durch PayPal. Die könnte unter Umständen zu dem Eindruck geführt haben, dass den Geldinstituten eine vermeintliche Teilschuld an den Störungen zugekommen sei.

PayPal selbst hat dazu gegenüber OnlinehändlerNews verlauten lassen, dass man mit der Sparkassen Finanzgruppe aktuell eng zusammenarbeite, „um auch die letzten Auswirkungen der Störung für Verbraucher und Händler zu beheben“, so eine Konzernsprecherin. „Die Situation hat sich deutlich entspannt, nur noch wenige Verbraucher sind von Einschränkungen betroffen und die weit überwiegende Mehrheit der PayPal-Konten funktioniert wieder ordnungsgemäß. Die unterschiedlichen Teams haben konstruktiv und mit großem Engagement daran gearbeitet, die Probleme zu beheben.“

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 09.09.2025
img Letzte Aktualisierung: 09.09.2025
Lesezeit: ca. 3 Min.
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Tina Plewinski

Tina Plewinski

Tina fokussiert sich auf Amazon, Marketingstrategien und digitale Plattformen – inklusive der Schattenseiten wie Online-Kriminalität.

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