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Schuldenfalle für Kunden? Ratenkredite nehmen überhand

Veröffentlicht: 03.09.2025
imgAktualisierung: 03.09.2025
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 2 Min.
03.09.2025
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ca. 2 Min.
Buy Now, Pay Later auf einem Smartphone
przemekklos / Depositphotos.com
Immer mehr Verbraucher:innen greifen zu Ratenkrediten, insbesondere bei Kleinbeträgen. Verbraucherschützer schlagen Alarm.


Der Trend, auf Kredit zu konsumieren, nimmt weiter Fahrt auf: Wie aktuelle Zahlen der Schufa zeigen, wurden im Jahr 2024 erstmals über zehn Millionen neue Ratenkredite innerhalb eines Jahres abgeschlossen. Besonders auffällig ist der starke Anstieg bei Kleinkrediten bis 1.000 Euro, die mittlerweile fast die Hälfte aller Neuabschlüsse ausmachen. Ihr Anteil stieg auf 49,8 Prozent. Die Anzahl solcher Kleinkredite wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 14,6 Prozent auf knapp 4,99 Millionen Verträge.

Buy now, pay later als Schuldenrisiko?

Der Online-Handel treibt diesen Aufwärtstrend maßgeblich voran, insbesondere durch „Buy-now-pay-later“-Angebote (Kauf jetzt, zahl später). Diese Zahlungsoption, die vor allem bei kleineren Beträgen häufig genutzt wird, ermöglicht es Konsument:innen, Produkte sofort zu erhalten und die Kosten in Raten abzuzahlen. Doch die steigende Beliebtheit solcher Modelle sorgt vor allem bei Verbraucherschützer:innen immer wieder für Kritik: Führt dieser Trend zu einem verantwortungslosen Umgang mit Krediten? Werden Verbraucher:innen ausreichend über die Risiken aufgeklärt?

Verbraucherschützer:inne sehen die Entwicklung mit Sorge. Ole Schröder, Vorstandsmitglied der Schufa, betont: „Dieser starke Anstieg der laufenden Kleinkredite unterstreicht das potenzielle Überschuldungsrisiko durch zu viele Kleinkredite wie etwa von Buy-Now-Pay-Later-Angeboten. Verbraucher verlieren leichter den Überblick über die monatlichen Raten und damit die Gesamtschuldenlast.“ Besonders problematisch seien Fälle, in denen Kreditnehmer:innen ihre finanzielle Belastung unterschätzen oder die Raten für mehrere Kredite parallel laufen.

EU verschärft Regelungen

Angesichts dieser Entwicklungen hat die Europäische Union reagiert. Seit Ende Oktober 2023 ist eine neue Verbraucherkreditrichtlinie in Kraft, die Mitgliedstaaten dazu verpflichtet, strengere Prüfungen auch für Mini- und Kurzzeitkredite einzuführen. Ziel ist es, Verbraucher:innen besser vor Überschuldung zu schützen. Die neuen Regelungen sehen unter anderem vor, dass Kreditgeber die finanzielle Situation der Antragsteller:innen genauer prüfen müssen, bevor ein Kredit bewilligt wird. Die EU-Mitgliedstaaten haben nun bis November 2025 Zeit, diese Richtlinie in nationales Recht umzusetzen. Für Händler:innen könnte dies wiederum mehr Bürokratie bedeuten.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 03.09.2025
img Letzte Aktualisierung: 03.09.2025
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

KOMMENTARE
2 Kommentare
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TS
04.09.2025

Antworten

Die Ratenfalle habe ich glücklicherweise vor Jahren hinter mir gelassen und bestelle in der Regel nichts auf Raten. Aber ein neues Problem tut sich auf, das ihr auch gern einmal thematisieren könnt: Abo-Modelle. Inzwischen gibt es bei Software fast nichts mehr zum Kauf. Überall Abos. Diverse KI-Dienste, Software für alle möglichen Bereiche, Apps fürs Handy. Das summiert sich und kann zur Belastung werden …
Sandra
04.09.2025

Antworten

Finde ich an sich sehr gut. Wir sehen auch, wieviele Kunden sämtliche, auch kleinere, Bestellungen mit Paypal Ratenkauf z.Bsp. bezahlen. Leider immer erst wenn die Bestellung durch ist. Da werden 600€ mit 25€ Monatsraten bezahlt und danach noch mal 100€ mit 5€! Monatsraten. Aber! Wir haben darauf keinen Einfluss. Wir sollen wir sowas denn kontrollieren. Das wäre in dem Falle doch Aufgabe von Paypal, die Kunden auf ihre Bonität zu prüfen oder?