Erst PayPal, jetzt Wero: Wieder Störungen bei Zahlungsdienst

Veröffentlicht: 09.09.2025
imgAktualisierung: 09.09.2025
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 2 Min.
09.09.2025
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Mit Kreditkarte in der Hand am Laptop
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Beim europäischen PayPal-Konkurrenten Wero ist es zeitweise zu Störungen bei Zahlungen gekommen. Rund 6.700 Transaktionen waren betroffen.


Am vergangenen Wochenende traten technische Probleme beim europäischen Bezahldienst Wero auf, der von den Volks- und Raiffeisenbanken angeboten wird. Am Sonntag und Montagmorgen kam es zu Einschränkungen bei Handy-zu-Handy-Überweisungen. Der Betreiber von Wero, die European Payments Initiative (EPI), erklärte auf Handelsblatt-Anfrage: „Am vergangenen Wochenende kam es bei einer unserer Mitgliedsbanken zu einer kurzfristigen technischen Beeinträchtigung, wodurch Transaktionen mit diesem Mitglied am Sonntag sowie am Montagmorgen vorübergehend eingeschränkt waren.“

Insgesamt wurden etwa 6.700 Transaktionen durch die Störung beeinträchtigt. Es sei „eine vorübergehende Störung bei Wero-Zahlungen“ aufgetreten, bestätigte der Lobbyverband der Volks- und Raiffeisenbanken, BVR. Das Anstoßen von Zahlungen über Wero sei nicht möglich gewesen. „Das heißt, die Transaktion wurde gar nicht erst in die Wege geleitet.“ Die EPI betonte, dass keinerlei unkorrekte Transaktionen ausgeführt worden seien.

Große PayPal-Störung noch in Erinnerung

Bereits vor zwei Wochen hatte der Zahlungsdienstleister PayPal mit ähnlichen Schwierigkeiten zu kämpfen, was bei Nutzer:innen ebenfalls zu Unannehmlichkeiten führte. Beim großen US-Anbieter waren die Auswirkungen ungleich größer. Tausende Nutzer:innen hatten Probleme, Banken sperrten zeitweise die Zahlungen über PayPal. Die Verwirrung machten sich auch Kriminelle zunutze.

Wero wächst langsam

Wero, das sich auf Handy-zu-Handy-Zahlungen spezialisiert hat, soll als Alternative zu etablierten Privatanbietern wie PayPal und Klarna positioniert werden. Der Dienst ist ein zentraler Bestandteil der Bemühungen der Volks- und Raiffeisenbanken, in der digitalen Zahlungsbranche Fuß zu fassen. Bislang bietet Wero nur Zahlungen zwischen Privatpersonen, aber noch in diesem Jahr soll der Schritt in den Online-Handel folgen. Dann soll es möglich sein, mit Wero auch auf Marktplätzen und in Online-Shops zu bezahlen. Ziel ist es, die Abhängigkeit von außereuropäischen Diensten zu verringern.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 09.09.2025
img Letzte Aktualisierung: 09.09.2025
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

KOMMENTARE
1 Kommentare
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Frank2
09.09.2025

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Wero ist kein PayPal Konkurrent, sie wären es gerne. Wero ist der Xte versuch Deutscher bzw. Europäischer Banken ein Konkurrenzprodukt aufzubauen. Aber wie üblich deletantisch bis zum geht nicht mehr, mal schauen wie lange Wero auf dem "Markt" bleibt....