Wertvolle Kunden sind die, die zurückkehren: Eine hohe Bindung und Weiterentwicklung von Erstkäufern kann maßgeblich über Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens entscheiden. Klassische Treueprogramme mit Rabatten, exklusiven Angeboten und Bonuspunkten haben sich als effektive Mittel erwiesen, um die Kundentreue zu stärken. Der nächste große Schritt in der Evolution dieser Konzepte sind sogenannte Payment-linked Loyalty Programme, die direkt mit dem Zahlungsprozess verknüpft sind.
Statt separate Treuekarten oder Mitgliedsnummern zu verwenden, wird bei Payment-linked Loyalty Programmen das Sammeln von Punkten oder die Inanspruchnahme von Prämien automatisch bei der Zahlung selbst ausgelöst. Kunden hinterlegen ihre bevorzugte Zahlungsmethode – sei es eine Kreditkarte, Debitkarte oder ein digitales Wallet – und profitieren bei jedem Einkauf automatisch (nach Zustimmung der Kunden) von den Vorteilen. Laut einer aktuellen Adyen-Studie wären 37 Prozent der deutschen Verbraucher eher geneigt, bei einem Händler einzukaufen, wenn das Treueprogramm automatisch über ihre Bankkarte funktioniert. Sogar 41 Prozent wären bereit, persönliche Daten weiterzugeben, um im Gegenzug Rabatte zu erhalten.
Im Einkaufs- und Bezahlprozess kann jeder zusätzliche Schritt zu Kaufabbrüchen führen. Durch die nahtlose Integration von Loyalitätsprogrammen in den Bezahlprozess profitieren die Kunden, da das lästige Suchen nach Kundennummern oder Treuekarten entfällt. Jede Zahlungsmethode enthält bereits eine eindeutige Identifikation (wie die Kartennummer) und so können Kunden unkompliziert und sicher zugeordnet werden. Mit jedem weiteren Bezahlprozess gewähren die Transaktionsdaten Einblicke in das Kaufverhalten der Kunden und ermöglichen die Erstellung von personalisierten Angeboten. Kunden können ihre gesammelten Punkte oder Belohnungen direkt im Bezahlprozess am Check-out einlösen, sei es durch automatische Rabatte oder spezielle Aktionen, die über die verknüpfte Zahlungsmethode verfügbar sind.

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