Support & Hilfe
Newsletter Bei uns werben

Mehr Geld für KMU: KfW startet neue Förderkredite für Unternehmen

Veröffentlicht: 08.07.2025
imgAktualisierung: 08.07.2025
Geschrieben von: Hanna Behn
Lesezeit: ca. 3 Min.
08.07.2025
img 08.07.2025
ca. 3 Min.
Gerollte Euro-Banknoten
Karuka / Depositphotos.com
Seit dem 1. Juli können kleine und mittelständische Firmen Kredite von bis zu 25 Millionen Euro für Digitalisierungsprojekte beantragen.


Ob neuer Laptop, Virenscans, Echtzeitdatennutzung oder KI-Tools – IT-Maßnahmen und Digitalisierungsvorhaben können in Betrieben hohe Kosten nach sich ziehen. Um derartigen Finanzierungsbedarf zu decken, können kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) in Deutschland seit dem 1. Juli von neuen Förderkrediten profitieren.

Das Bundesministerium der Finanzen (BMF), das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) und das Kreditinstitut KfW haben dafür die neuen Programme „ERP-Förderkredit Digitalisierung“ und „ERP-Förderkredit Innovation“ gestartet, deren Mittel nun beantragt werden können. Die Maßnahmen soll unter anderem die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Betriebe stärken, heißt es in der offiziellen Ankündigung.

„Digitalisierung ist der Schlüssel für nachhaltiges Wachstum und Produktivitätssteigerung, die alle Bereiche der Wirtschaft durchdringt – von der Bäckerei bis zum großen Industrieunternehmen.“

Melanie Kehr, Vorständin für die inländische Förderung der KfW

Drei Förderstufen für unterschiedliche Vorhaben

KMU sollen durch die Förderkredite eine vielseitige und niedrigschwellige Finanzierung mit günstigen Zinsen erhalten können. Der Kredit muss keinen Mindestbetrag haben und soll so vor allem kleineren Firmen die Möglichkeit bieten, in Digitalisierungs- bzw. Innovationsprojekte zu investieren.

Abhängig von Zielgruppe und Projekt kann das Kreditvolumen dabei unterschiedlich hoch ausfallen – je größer und anspruchsvoller das Vorhaben, desto höher fällt die Förderstufe aus.

Für die Digitalförderung staffelt sich die Förderung wie folgt:

  • Basisförderung: Diese neu eingeführte Stufe richtet sich an kleinere Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten und höchstens 50 Millionen Euro Jahresumsatz oder freiberuflich Tätige, die einfache Digitalisierungsmaßnahmen umsetzen wollen. Das können im Bereich Digitalisierung z. B. neue Hardware für Mitarbeitende, Standardsoftware oder der Breitbandausbau sein. Es kann maximal ein Kredit in Höhe von 7,5 Millionen Euro pro Vorhaben aufgenommen werden. 
  • LevelUp-Förderung: Für anspruchsvolle Projekte mit höherem Digitalisierungsgrad können bis zu 25 Millionen Euro pro Vorhaben beantragt werden. Es ist möglich, einen Förderzuschuss von 3 Prozent in Höhe des Kreditbetrags (maximal 200.000 Euro) zu erhalten. Die Förderung gilt beispielsweise für Projekte wie die Einführung von CRM-Systemen, digitale Vernetzung (etwa intelligente Routenplanung, Lagersysteme, Echtzeitdaten), Umsetzung eines Social-Media-Kommunikationskonzepts, IT-Sicherheit, digitale Weiterbildung u. v. m.
  • HighEnd-Förderung: Für zukunftsweisende Vorhaben, beispielsweise im Bereich Big Data, gezielte Weiterbildungen in Zukunftstechnologien und große Projekte können ebenfalls bis zu 25 Millionen Euro pro Vorhaben bewilligt werden. Der Kreditbetrag muss mehr als 3 Prozent des letzten Jahresumsatzes der Unternehmensgruppe betragen und es sind bis zu 200.000 Euro Zuschuss zur Fördersumme möglich.

So erhält man die KfW-Förderungen und Zuschüsse

Die KfW-Kreditlösungen für Digitalisierung und Innovationsvorhaben stehen Freiberufler:innen, Einzelunternehmen sowie Mittelständler:innen mit einem Jahresgruppenumsatz von bis zu 500 Millionen Euro zur Verfügung, die ihren Sitz oder eine Betriebsstätte in Deutschland haben. Voraussetzung für die Digitalförderung ist außerdem, dass kleine und mittlere Unternehmen zuvor einen Digitalisierungs-Check durchgeführt haben.

Der Antragsprozess für einen Kredit läuft grundsätzlich über einen Finanzierungspartner, also etwa die Hausbank oder Sparkasse, nicht über die KfW direkt. Die Förderbank stellt die Kreditlösungen den Partnerbanken zur Verfügung. In den Stufen zwei und drei können die Zuschüsse beantragt werden, wenn auch der Kredit beantragt wird. Auch innerhalb von drei Monaten nach dem Kreditantrag ist das noch möglich. Für die Basisförderung gibt es keine Zuschüsse, die Förderbank verspricht allerdings einen leichten Zugang zum Kredit sowie „beste Konditionen“ auch für kleinere Betriebe.

Die Programme ersetzen die bisherigen Produkte „ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit“ sowie „ERP-Mezzanine für Innovation“.
 

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 08.07.2025
img Letzte Aktualisierung: 08.07.2025
Lesezeit: ca. 3 Min.
Artikel weiterempfehlen
Hanna Behn

Hanna Behn

Hanna widmet sich am liebsten den Themen E-Commerce-Trends, Leadership und Unternehmertum.

KOMMENTARE
0 Kommentare
Kommentar schreiben