Der Digitale Euro ist eines der Fokus-Projekte auf EU-Ebene. Dass er kommt, ist klar. Offen ist noch, wann es so weit sein wird. Die bürokratischen Mühlen in Europa mahlen bekanntlich langsam. Ein Start zwischen 2028 und 2030 erscheint aktuell am realistischsten. Als gesetzliches Zahlungsmittel wird er den gleichen rechtlichen Status haben wie Bargeld und fest steht: Alle Händler:innen, egal ob offline oder online, müssen den Digitalen Euro akzeptieren.
Notwendige Investitionen für den Digitalen Euro
Neben der EU arbeitet die Europäische Zentralbank (EZB) an der Umsetzung. Der Digitale Euro habe laut EZB-Präsidentin Christine Lagarde „strategische Priorität“. Dabei gehe es vor allem darum, die Abhängigkeit von US-Anbietern wie Visa oder PayPal zu verringern – ähnlich wie etwa auch beim PayPal-Konkurrenten Wero argumentiert wird. Die EZB will Details beschließen, sobald der juristische Rahmen der EU steht.
Eine der größten Herausforderungen ist die technische Umsetzung und die damit verbundenen Kosten für Händler:innen. Auch wenn 2029 oder 2030 noch eine Weile hin sind, sollten Unternehmen beim Thema Infrastruktur bereits aktiv werden. „Jeder große Händler sollte den Digitalen Euro schon jetzt in seine Investitionsplanung bis 2030 aufnehmen“, so Marc Bröking von der international tätigen Consultingfirma CGI gegenüber der Lebensmittelzeitung.
Die gesamte Prozess- und Systemlandschaft müsse überprüft werden. Herausfordernd werde dies vor allem im stationären Handel. Im Lebensmittelhandel werden etwa durchschnittlich alle sechs Jahre Kassen und Kartenterminals ausgetauscht. „Wer in naher Zukunft den Kauf von POS-Soft- und vor allem -Hardware plant, muss die Anforderungen des Digitalen Euro mitbedenken“, so Bröking.
Unsicherheit bei Händler:innen
Solange nichts entschieden ist, ist der Digitale Euro mit vielen Unsicherheiten verbunden. Ein Payment-Verantwortlicher eines großen deutschen Handelskonzerns sagt in der Lebensmittelzeitung etwa: „Wir schauen erwartungsvoll auf das Projekt Digitaler Euro – aber auch mit Angst“, denn niemand wisse, wie das System im Detail aussehen werde. Technikanforderungen und Kosten sind bislang noch völlig unklar. Die Hoffnung ist, dass man sich unabhängiger von privaten US-Anbietern machen werde.
Artikelbild: http://www.depositphotos.com
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