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Digitaler Euro: EZB sucht Online-Händler für großen Praxistest

Veröffentlicht: 17.09.2026
imgAktualisierung: 17.09.2026
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 2 Min.
17.09.2026
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ca. 2 Min.
digitaler Euro
ra2studio / Depositphotos.com
Bis zum 27. Oktober können sich Online-Händler aus dem Euroraum für den Testlauf zum digitalen Euro bewerben.


Die Europäische Zentralbank (EZB) sucht Online-Händler:innen, die den digitalen Euro in der Praxis testen. Unternehmen aus dem Euroraum können sich bis zum 27. Oktober 2026 bewerben. Zwölf Monate Testbetrieb ab 2027

Das Pilotprojekt soll in der zweiten Jahreshälfte 2027 starten und zwölf Monate laufen. Getestet wird eine Beta-Version des digitalen Euro, die technisch und funktional bereits weitgehend dem späteren Zahlungsmittel entsprechen soll – allerdings ohne Status als gesetzliches Zahlungsmittel. Teilnehmende Händler:innen agieren als geschäftliche Endnutzer und prüfen gemeinsam mit Zahlungsdienstleistern und Eurosystem-Beschäftigten, wie sich der digitale Euro in bestehende Checkout- und Zahlungsprozesse integrieren lässt.

Auswahl nach Reichweite und technischer Eignung

Bewertet werden Bewerbungen unter anderem nach Marktreichweite, operativer Bereitschaft und Eignung für den Testbetrieb, so Retail-News. Wer zugelassen wird, muss eine Teilnahmevereinbarung mit der EZB abschließen und mit einem der bereits ausgewählten Zahlungsdienstleister zusammenarbeiten. Die Auswahl der Zahlungsdienstleister ist bereits abgeschlossen: Aus mehr als 50 Bewerbungen wählte die EZB 36 Anbieter aus dem gesamten Euroraum aus, darunter Deutsche Bank, DZ Bank, PAYONE, Stripe, Revolut, Adyen und Worldline.

Getestet wird dabei nicht nur online. Auch an physischen Standorten sollen Beschäftigte des Eurosystems die Beta-Version im Alltag einsetzen, etwa in Cafés oder Restaurants. Ziel sei es, technische Funktionen, Skalierbarkeit und Benutzerfreundlichkeit unter realistischen Bedingungen zu prüfen. Die Rückmeldungen aus dem Pilotbetrieb sollen anschließend in die weitere technische Ausgestaltung einfließen.

Einführung noch nicht beschlossen

Das Pilotprojekt ist keine Vorentscheidung für die tatsächliche Einführung des digitalen Euro. Diese soll erst fallen, wenn die nötigen europäischen Rechtsgrundlagen verabschiedet sind. Die EZB will dennoch für eine mögliche Erstausgabe im Jahr 2029 vorbereitet sein – vorausgesetzt, die entsprechende EU-Verordnung wird rechtzeitig beschlossen und die technischen sowie regulatorischen Vorarbeiten verlaufen planmäßig.

Die Teilnahme an dem Pilotprojekt ist freiwillig und erfolgt ohne Vergütung.

Artikelbild: https://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 17.09.2026
img Letzte Aktualisierung: 17.09.2026
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

KOMMENTARE
2 Kommentare
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S.H.
18.09.2026

Antworten

Freiwillig und ohne Vergütung. Ja, nee, ist klar. Für wichtige Themen ist kein Geld da. Dass technische Probleme oder Systemumstellungen unglaublich viel Zeit fressen wird mal wieder übersehen. Dafür gibt es bereits zu viele EU-Gesetze und -Pflichten, die Zeit und Geld kosten. Man kommt doch wegen dem Wahnsinn sowieso nicht mehr hinterher.
cf
18.09.2026

Antworten

Meinung: Ist ja nicht so, dass die meisten schon genug mit allen möglichen EU-Verordnungen beschäftigt wären - viel Spaß bei der Suche nach jemandem, der sich freiwillig das nächst zum scheitern verurteilte Thema ans Bein bindet. Zumindest mir konnte noch niemand den Sinn eines digitalen Euro im Vergleich zur normalen Sofortüberweisung erklären. Die ist auch digital, innerhalb von Sekunden gebucht und wird trotzdem nur wenig genutzt. Zudem hat der digitale Euro (aus Verbraucherschutz-Sicht) im Gegensatz zu den anderen Zahlungsdiensten wie z.B. PayPal keinen Käuferschutz. Wozu also der Aufwand und ein bereits totes Pferd aufsatteln? Wenn ich wirklich ein paar Minuten am Tag über habe, dann ganz sicher nicht für irgendwelche Tests der EU. Zudem ist ja auch angegeben, dass es nach "Reichweite" geht - heißt: kleine Unternehmen schließen wir schonmal aus, denn die können an der Umsetzung später ruhig kaputtgehen - wichtig sind doch nur die Großen und deren Meinung. Soviel zum "Wort zum Freitag" :-)