BNPL im Online-Handel: Jeder Vierte verliert den Überblick

Veröffentlicht: 03.02.2026
imgAktualisierung: 03.02.2026
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 2 Min.
03.02.2026
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Buy Now Pay Later auf Spielwürfeln
Fokussiert / Depositphotos.com
„Buy Now, Pay Later“ wird im E-Commerce immer beliebter, birgt aber Risiken. Eine Umfrage zeigt die Risiken der beliebten Payment-Option.


Immer mehr Verbraucher in Deutschland nutzen beim Online-Shopping die Zahlungsoption „Buy Now, Pay Later“ (BNPL). Laut einer repräsentativen Umfrage der Finanzaufsicht Bafin zahlen 20 Prozent der Befragten zwischen 18 und 60 Jahren per BNPL. Doch 14 Prozent dieser Nutzer gaben an, bereits den Überblick über ihre Rechnungen verloren zu haben – bei den Unter-30-Jährigen waren es sogar 24 Prozent.

Besonders beliebt ist die Zahlungsart für Kleidung und Elektronik, aber auch Reisen und Möbel stehen hoch im Kurs. Die monatlichen Ausgaben liegen dabei meist unter 200 Euro, doch bei fünf Prozent der BNPL-Nutzer übersteigen sie regelmäßig 500 Euro.

Gefährliche Bequemlichkeit

Häufig wird BNPL aus Bequemlichkeit genutzt, doch auch finanzielle Engpässe spielen eine Rolle: 16 Prozent der Nutzer kaufen, obwohl sie nicht über ausreichende Mittel verfügen. Dies kann Folgen haben, wie die Bafin warnt: Zwölf Prozent der BNPL-Nutzer tragen Schulden von mehr als 500 Euro, einige greifen auf Kredite, Dispokonten oder Gehaltsvorschüsse zurück. „Wenn das Geld bei Fälligkeit fehlt, kann es schwierig werden“, so die Behörde.

Richtlinien werden verschärft

Die Gefahren von BNPL hat auch die Politik im Blick. In Zukunft dürfte es für die Kundschaft schwieriger werden, einfach später zu bezahlen. Das Gesetz zur Umsetzung der geänderten Verbraucherkreditrichtlinie wird in Deutschland ab November 2026 greifen. Von da an werden auch Kleinkredite bis 200 Euro, zins- und gebührenfreie Kurzzeitfinanzierungen sowie „Buy now, pay later“-Modelle unter die verbraucherschützenden Regeln für Kreditverträge fallen. Damit werden erstmals auch kleine oder kurzfristige Zahlungen rechtlich wie klassische Verbraucherdarlehen behandelt. Verbrauchern muss dann schon vor dem Kauf klar gemacht werden, dass es sich auch bei BNPL um einen Kredit handelt. Zudem spielt dann auch deren Bonität eine Rolle.

Veröffentlicht: 03.02.2026
img Letzte Aktualisierung: 03.02.2026
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

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