Die Nutzung von Bargeld im Handel, in der Gastronomie und bei öffentlichen Einrichtungen ist rückläufig – darauf machen Verbraucherschützer aufmerksam. Dorothea Mohn vom Verbraucherzentrale Bundesverband warnt vor den Folgen dieser Entwicklung: Menschen ohne Zugang zu digitalen Zahlungsmethoden, wie Kinder, ältere Personen oder technikferne Menschen, könnten zunehmend vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen werden.
Forderung nach einer Bargeldquote
Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, fordert der Verbraucherzentrale Bundesverband die Einführung einer verpflichtenden Quote für Bargeldoptionen. Diese soll sicherstellen, dass Ticketautomaten, Selbstbedienungskassen sowie herkömmliche Kassen weiterhin Barzahlungen akzeptieren. Derzeit gibt es im deutschen Einzelhandel rund 38.650 Selbstbedienungskassen, jedoch ermöglicht nicht jede davon Barzahlungen, so die Tagesschau. Dabei bietet Bargeld laut Verbraucherschützern entscheidende Vorteile: Es schützt die Privatsphäre, erleichtert die Kontrolle über Ausgaben und ist unabhängig von Internet- oder Stromverfügbarkeit.
Bargeld nach wie vor beliebt
Eine Studie der Deutschen Bundesbank zeigt, dass Bargeld aktuell noch in 98,7 Prozent der Fälle akzeptiert wird. Dennoch gibt es Ausnahmen, insbesondere bei Behörden. Zudem ergab eine Umfrage, dass 30 Prozent der Befragten in den letzten sechs Monaten Probleme hatten, in Cafés oder Geschäften bar zu bezahlen. Verbraucherschützer warnen, dass eine weitere Einschränkung der Zahlungsmöglichkeiten nicht nur die Verbraucher, sondern auch den Handel negativ beeinflussen könnte.
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