Bargeldpflicht gefordert: Warum die Barzahlung für den Handel wichtig bleibt

Veröffentlicht: 06.01.2026
imgAktualisierung: 06.01.2026
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 1 Min.
06.01.2026
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mehrere Euro-Bargeldnoten
mpalis / Depositphotos.com
Verbraucherschützer fordern eine gesetzliche Bargeldquote im Handel, um die Barzahlung zu sichern – die Bargeldnutzung ist rückläufig.


Die Nutzung von Bargeld im Handel, in der Gastronomie und bei öffentlichen Einrichtungen ist rückläufig – darauf machen Verbraucherschützer aufmerksam. Dorothea Mohn vom Verbraucherzentrale Bundesverband warnt vor den Folgen dieser Entwicklung: Menschen ohne Zugang zu digitalen Zahlungsmethoden, wie Kinder, ältere Personen oder technikferne Menschen, könnten zunehmend vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen werden.

Forderung nach einer Bargeldquote 

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, fordert der Verbraucherzentrale Bundesverband die Einführung einer verpflichtenden Quote für Bargeldoptionen. Diese soll sicherstellen, dass Ticketautomaten, Selbstbedienungskassen sowie herkömmliche Kassen weiterhin Barzahlungen akzeptieren. Derzeit gibt es im deutschen Einzelhandel rund 38.650 Selbstbedienungskassen, jedoch ermöglicht nicht jede davon Barzahlungen, so die Tagesschau. Dabei bietet Bargeld laut Verbraucherschützern entscheidende Vorteile: Es schützt die Privatsphäre, erleichtert die Kontrolle über Ausgaben und ist unabhängig von Internet- oder Stromverfügbarkeit.

Bargeld nach wie vor beliebt

Eine Studie der Deutschen Bundesbank zeigt, dass Bargeld aktuell noch in 98,7 Prozent der Fälle akzeptiert wird. Dennoch gibt es Ausnahmen, insbesondere bei Behörden. Zudem ergab eine Umfrage, dass 30 Prozent der Befragten in den letzten sechs Monaten Probleme hatten, in Cafés oder Geschäften bar zu bezahlen. Verbraucherschützer warnen, dass eine weitere Einschränkung der Zahlungsmöglichkeiten nicht nur die Verbraucher, sondern auch den Handel negativ beeinflussen könnte.

Veröffentlicht: 06.01.2026
img Letzte Aktualisierung: 06.01.2026
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

KOMMENTARE
2 Kommentare
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Frank2
07.01.2026

Antworten

Ich kann jeden Händler verstehen, der auf Bargeld verzichtet. Zuerstmal der Arbeitsaufwand mit Kassenzählung morgens und abend, zusätzliche Buchungen für Geldgeschenke und der tägliche Gang zu Bank um Geld einzuzahlen oder Kleingeldnachschub abzuholen. Dann das Risiko, Falschgeld, Fehlbeträge, Überfall, Bargeldverwarung. Die Kreditkartengebühren liegen irgendwo bei 1%-1,5% (ausgenommen Amex) das ist zwar über das Jahr auch ein Kostenblock zzgl. dem Gerät, aber es gibt mittlerweile für alle Bereiche entsprechende Angebote. Da darf man sich nicht nur auf seine Bank oder die paar großen Anbieter verlassen und das Geld wird ein paar Tage später auf dem Konto gutgeschrieben. Der Vorteil, für das Finanzamt ist das alles Digital nachvollziehbar.
K.I
07.01.2026

Antworten

Meinung: der Staat und die Banken möchte alles über unsere Geldströme wissen. Deshalb soll das Bargeld abschafft werden