Nach Aktieneinbruch: Stripe prüft wohl Übernahme von PayPal

Veröffentlicht: 24.02.2026
imgAktualisierung: 25.02.2026
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 2 Min.
24.02.2026
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PayPal-Logo
MichaelVi / Depositphotos.com
PayPal-Krise: Nach monatelangem Kursverfall kursieren Übernahmegerüchte – Großes Interesse hat offenbar der Payment-Konkurrent Stripe.


In den vergangenen Monaten ist die Aktie von PayPal um fast die Hälfte eingebrochen. Das führt dazu, dass PayPal plötzlich als Kandidat für eine Übernahme gilt. Laut einem Bericht von Bloomberg prüfe mindestens ein Wettbewerber eine Komplettübernahme, weitere Interessenten sollen einzelne Vermögenswerte des Zahlungsdienstleisters ins Auge fassen. Das wiederum führte dazu, dass die PayPal-Aktie zuletzt um knapp zehn Prozent zugelegt hat. PayPal selbst habe aber bereits Gespräche mit Banken geführt. Ob eine Übernahme wirklich wahrscheinlich ist, ist derzeit offen.

Update (25.02.2026): Der bislang nicht genannte Mitbewerber ist offenbar Stripe. Bloomberg zufolge gebe es bereits erste Verhandlungen, die sich aber noch in einer sehr frühen Phase befinden. Das Portal beruft sich dabei auf mit der Sache vertraute Personen, die aber noch nicht namentlich genannt werden wollen. Das öffentlich gewordene Interesse eines der größten PayPal-Konkurrenten sorgte für einen weiteren Kurssprung der PayPal-Aktie.

PayPal in einer Sackgasse?

Hintergrund des ursprünglichen starken Kursverfalls der Aktie sind schwache Perspektiven im Payment-Markt: PayPal verliert Nutzer:innen an die Konkurrenz, vor allem an Apple Pay und Google Pay. Bei der Modernisierung des Unternehmens habe es zuletzt gehakt.

Finanzanalysten halten die PayPal-Aktie, die aktuell mit etwa 44 US-Dollar gehandelt wird (Stand: 24.02.2026), aber für enorm unterbewertet, vor allem angesichts des globalen Stellenwerts von PayPal.

Weichenstellung an der Spitze

Anfang Februar wurde CEO Alex Chriss rausgeworfen, ab März sol Enrique Lores, bisher CEO von HP, das Ruder herumreißen. Der Führungswechsel verschärfte den Abverkauf, der Kurs sackte weitere rund 20 Prozent ab. PayPal setzt für künftiges Wachstum auf KI-Agenten, Advertising und Stablecoins – ob das Investoren überzeugt, bleibt offen.

Veröffentlicht: 24.02.2026
img Letzte Aktualisierung: 25.02.2026
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

KOMMENTARE
3 Kommentare
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Thomas
26.02.2026

Antworten

PAYPAL ist für mich tot, seit ich eine Sendung nicht erhalten habe. Der Versender legte einen Ablieferungsnachweis vor, auf dem eindeutig nicht meine Unterschrift war. PAYPAL hat den Fall daraufhin und endgültig für den Absender entschieden. Gerade bei Käufen im Ausland setzt man auf PAYPAL wegen der Sicherheit, wenn aber diese Sicherheit nicht da ist, weil ein gefälschter Abliefernachweis genügt, dann hat sich das erledigt und ich kaufe lieber mit Kreditkarte.
cf
25.02.2026

Antworten

Die EU sucht doch verzweifelt nach einem Bezahlsystem - vielleicht einfach PayPal kaufen, dann gibt es wenigstens ein funktionierendes Ergebnis :-) Aber wenn paypal künftig auch Zahlungen per Stablecoins zulassen würde, wäre das schon schön und ein echter Mehrwert. Vor allem, wenn eine automatische Umrechnung für die Kurse zum Euro-Kaufpreis integriert wird (denn nur so würde es zur Preisfindung Sinn machen). Na, mal abwarten...
dirk
25.02.2026
Prinzipiell halte ich Paypal aufgrund seiner weiten Verbreitung und Akzeptanz immer noch für unverzichtbar - aber die Sache mit dem "funktionierenden Ergebnis" ist vielleicht doch ein bisschen zu optimistisch. Wenn man sich anschaut, wie stümperhaft technische Änderungen durchgeführt werden - Updates regelmäßig wegen technischer Schwierigkeiten zurückgenommen werden müssen, widersprüchliche Formulierungen auf der Website (ich denke da nur an "Geld einzahlen oder abbuchen"...), sichtbarer HTML-Code, Fehlerhinweise werden entweder nicht verstanden oder abgewiegelt usw. usf. Wenn man ein Auge für Details hat, fragt man sich oft, wenn die noch nicht mal solch offensichtliche und einfache Dinge fehlerfrei programmiert kriegen, was ist dann erst bei komplexen und sicherheitsrelevanten Funtionen im Argen? Aber so etwas wäre vielleicht zu vernachlässigen und mit IT-Kompetenz auszubügeln... Wenn man sich dagegen europäische Totgeburten wie WERO & Co. ansieht...