Man soll ja gehen, wenn es am schönsten ist. Wenn es aber nie am schönsten war – und die Geschichte Paydirekt war nie wirklich schön, sprich: erfolgreich – dann sollte man erst recht die Reißleine ziehen, bevor es allzu peinlich wird. 40.000 Transaktionen pro Monat – so äußerte es ein Sparkassen-Manager auf einer Podiums-Veranstaltung – würden über Paydirekt abgewickelt. Selbst wenn man äußerst defensiv schätzt, kommt man beim übermächtigen Konkurrenten PayPal auf etwa 33 Millionen. Mit Verlaub: Bei diesem Gefälle wäre Paydirekt eigentlich nicht mal erwähnenswert, wenn es nicht das Prestige-Projekt der deutschen Banken und Sparkassen wäre und schon jetzt Millionen Euro aufgefressen hat.
Kommentar schreiben
Antworten
Versuchen Sie mal, diesen Dienst in einen Shop einzubinden! Dann wissen Sie, warum... verschiedene undurchsichtige Anbieter versuchen, dir "paydirekt" für einige hundert Euro einzubauen. Dann sollst du noch Preise für Gebühren verhandeln! So etwas habe ich vorher noch nie erlebt. Da weiß ich als kleiner Händler sofort, dass ich schon im Vorfeld benachteiligt werde! Was soll das sein - ein schlechter Scherz?
Eine einheitliche Gebührenstruktu r und eine einfache und kostenlose Anbindung - dann klappt das auch...
Ihre Antwort schreiben
Antworten
Paypal verdient ja nicht ausschliesslich an den Transaktionen, sondern sammelt Daten, die dann von Dritten genutzt werden.
Gerade das wollen wir nicht unterstützen, zumal die Daten vor allem von us-amerikanisch en Unternehmen genutzt werden.
Paydirekt hätte das Potential sich als deutsche Alternative zu Paypal zu etablieren (gehabt).
Es gibt einen Grund, der uns davon abhält Paydirekt einzusetzen: Die Transaktionskos ten. Die sind fast drei Mal so hoch wie bei anderen Zahlungsarten. Verhandlungsspi elraum gibt es nicht, wir haben mehrfache Versuche unternommen. Als kleiner Händler ist es daher aus rein betriebswirtsch aftlichen Gründen schlichtweg nicht möglich paydirekt anzubieten! Schade, wieder wird eine Chance an Unternehmen aus Übersee verschenkt. Digitalisierung in Deutschland scheint auf den Ausbau der Glasfasernetze beschränkt zu sein.
Ihre Antwort schreiben