Preiserhöungen sorgen für Diskussionen
Doch Paypal muss sich auch immer wieder Kritik gefallen lassen, so sorgten die neuesten Preiserhöhungen für Händler beispielsweise für ordentlich Diskussionsstoff. Bereits zum 31. August treten die Änderungen bei den „Gebühren für den Empfang inländischer geschäftlicher Zahlungen“ in Kraft. So werden bei einem monatlichen Zahlungsvolumen unterhalb von 2.000 Euro pro Transaktion künftig 2,49 Prozent fällig und nicht mehr 1,9 Prozent. Ein Zahlungsvolumen von 2.000,01 bis 5.000 Euro schlägt künftig mit 2,19 Prozent zu Buche. Außerdem sind Händler ab dem Stichtag nicht mehr dazu berechtigt, „ein Entgelt für die Nutzung der PayPal-Services als Zahlungsmethode ('Surcharging') zu erheben.“
Gerade für kleine und mittelständische Händler können die neuen Preise zu einem Problem werden. Der Frust sitzt tief. Ein Leser der OnlinehändlerNews fragt sich, warum „hier nicht reguliert“ wird: „PayPal wäre so ein Unternehmen wo die EU mal eingreifen könnte.“ Andere finden noch härtere Worte: „Dies ist ein Unverschämtheit und ein Missbrauch der Marktmacht. Kartellrechtlich finde ich das äußerst bedenklich“, kommentiert beispielsweise der Nutzer Jens. Andere kündigen wiederum an, PayPal als Zahlungsmöglichkeit aus dem Shop zu entfernen. Doch nach einer alten Handels-Weisheit ist der Kunde König und Studien, die bescheinigen, dass Kunden den Kauf abbrechen, wenn die favorisierte Payment-Art nicht dabei ist, sind im Internet zu Hauf zu finden. PayPal steht bei vielen Kunden offenbar ganz oben auf dem Wunschzettel, weshalb sich künftig wohl auch nichts im Payment-Mix ändern wird.
Kontensperrungen sind besonders problematisch
Händler-Kontensperrungen sorgen ebenfalls immer wieder für Kritik. Denn dazu kann es schneller kommen, als man denkt. Im Sommer 2016 sorgte beispielsweise der Verkauf von kubanischen Asseln für Probleme, da PayPal der Meinung war, dass das Unternehmen mit dem Verkauf von kubanischen Asseln gegen das Handels-Embargo mit Kuba verstoße. Einen ähnlichen Fall gab es auch schon wenige Monate vorher, als PayPal einem Verbraucher das Konto sperrte, weil dieser als Überweisungsbetreff nur das Wort „Damascus“ angegeben hatte. Die extrem strenge Auslegung von Handels-Embargos durch PayPal landete sogar schon vor dem Gericht. Damals urteilte das Landgericht Dortmund, dass PayPal keine deutschen Kundenkonten unter Berufung auf die US-Sanktionen gegen Kuba sperren darf.
Welche Ursachen und Folgen PayPal-Kontensperrungen für Online-Händler haben können, haben wir in der Onlinehändler Magazin Ausgabe Dezember 2017 (12/2017) ausführlich analysiert.
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Die zukünftigen Kosten für eBay und PayPal werden sich wohl bei ca. 30 % einpendeln. Leider werden wir Händler die Kosten in unserer Preiskalkulatio n auch an den Kunden weiter geben müssen. Ob wir dann noch wettbewerbsfähi g sind..? Keine Ahnung! Wir werden sehen...
Welche Alternativen zu PayPal gibt es denn noch?
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Natürlich beutet PayPal die Händler aus, nicht nur durch die Gebühren, auch von Seiten des angeblichen "Verkäufervschutz".
Das Kartellamt hätte schön längs eingreifen müssen, insbesondere im Hinblick das PayPal Gebühren nimmt, der Händler die Gebühren nicht weitergeben darf!
Noch zum Spruch "Kunde ist König" das war früher Mal? als sich der Kunde wirklich wie ein Königverhalte hat und nicht wie ein Kleinkind, dass nicht in der Lage ist einfachste Dinge zu tun (z.B denken oder Beschreibungen lesen) - nein Kunden sind heute Banditen, die Rabatte und zusätzliche Artikel fordern oder negativ Bewerten, Käuferschutz oder Rechte (Widerrufsrecht /Gewährleistung ) missbrauchen.
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