Paydirekt – viel ist mittlerweile über die Payment-Variante der deutschen Banken und Sparkassen geschrieben und gesagt worden. Sonderlich gut weggekommen ist der Dienst dabei nur selten. Zu spät, zu kompliziert, zu unausgereift – gerade zum Start Ende 2015 wurde viel über den Payment-Dienst gelästert. Jetzt, fast zwei Jahre nach dem Start, wird es Zeit, die Entwicklung von Paydirekt Revue passieren zu lassen.
Selten wurde der Start eines Dienstes bzw. eines Unternehmens mit so viel Argwohn beobachtet, wie der von Paydirekt. Hinter dem Payment-Dienst der deutschen Banken und Sparkassen steht nicht nur nahezu die gesamte deutsche Kreditwirtschaft, sondern auch die Paydirekt GmbH, die für den Aufbau, den Betrieb und die Weiterentwicklung des Bezahlverfahrens verantwortlich ist. Die GmbH ging aus der 2014 gegründeten GIMB Gesellschaft für Internet- und mobile Bezahlungen mbH hervor und wurde am 25. Juni 2015 ins Handelsregister eingetragen. Geschäftsführer sind Dr. Niklas Bartelt und Dr. Helmut Wißmann – beides Urgesteine der Banken- und Finanzwelt.
Doch viel erreicht scheinen die beiden mit Paydirekt noch nicht zu haben. Die harten Fakten sind schnell geklärt. Auf der Website von Paydirekt liest man, dass aktuell (Stand: 21.08.2017) 1.205 Shops Paydirekt eingebunden haben. Nach Unternehmensangaben eine Verdopplung seit Jahresbeginn. Dazu kommen über 7.000 Händler auf Rakuten.de. Nach zwei Jahren am Markt ein Ergebnis, welches Paydirekt als Erfolg wertet, der Rest der Branche jedoch eher als dürftig einstuft. Statistiken vom Oktober 2016 machen zudem sehr deutlich, wie weit Paydirekt davon entfernt ist, beispielsweise Paypal Konkurrenz zu machen. Und auch wenn die Zahlen fast ein Jahr alt sind, gibt es keine Anzeichen, dass sich zwischenzeitlich viel geändert hat. Paypal ist in Deutschland einer der bekanntesten und beliebtesten Online-Zahlungsdienste überhaupt. In puncto Bekanntheit hat Paypal sehr davon profitiert, dass Ebay vor Jahrzehnten das Unternehmen aufkaufte und Paypal quasi als DAS Zahlungsmittel auf dem Online-Marktplatz etabliert hat. Paydirekt fehlt ein solcher Inkubator. Man ist auf sich selbst gestellt, ebenso wie auch die anderen Dienstleister, die sich ihre Marktanteile hart erarbeitet haben.
Hierbei handelt es sich um einen Auszug aus einem Artikel des aktuellen Onlinehändler Magazins. Im weiteren Verlauf geht es um das zuletzt stark diskutierte Thema der Zwangs- bzw. Komfortregistrierung und die Frage nach den Kosten.
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SO einfach ist das.
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Für Händler ist das ganze ungeheuer kompliziert. Keine einfachen Strukturen wie bei Paypal. Alle Angebote die ich bis jetzt erhalten habe, sind völlig überteuert.
Schön wäre es wenn Paydirekt auch Lastschrift, Kreditkarte und Rechnung (alles abgesichert) anbieten würde.
Unfair ist zudem, dass die großen Anbieter Werbekosten-und Integrationskos tenzuschüsse erhalten, während die kleinen alles aus eigener Tasche zahlen müssen.
Solange Paydirekt teurer ist als PayPal, schlechteren Service, komplexe Anmeldung und weniger Zahlungsmöglich keiten bietet, bleibt Paydirekt draußen .
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