Bezahlen per Sonnenbrille? Warum sollte man das wollen? Man sollte sich (vor allem in Deutschland) vielleicht eher darauf konzentrieren, das kontaktlose Bezahlen überhaupt erstmal in der Gesellschaft zu verankern.
Visa stellt auf dem SXSW einen Prototypen für die Bezahlung per Sonnenbrille vor. Der Kollege im Meeting: „Die Sonnenbrille ist bei mir wohl das Accessoire mit der geringsten Halbwertszeit.“ Und die meisten nicken zustimmend in sich hinein. Man stellt sich die Frage, wie die Verantwortlichen bei Visa auf diese Idee kommen sind und ob sie zu Sonnenbrillen vielleicht ein innigeres Verhältnis haben als wir – oder ob man Sonnenbrillen in den USA diebstahlsicher am Gesicht festmachen kann (der letzte Trip in die Staaten sagt dazu übrigens „nein“).
Es gehört bei Visa mittlerweile zur Agenda, nach neuen Zahlungsmöglichkeiten zu forschen, die den Vorgang weniger aufwendig gestalten. Das ist grundsätzlich eine hervorragende Idee und sogar längst überfällig. Eines der Hauptprobleme an deutschen Supermarktkassen ist doch die ewige Zeit, die verloren geht, weil Menschen gefühlt minutenlang nach Kleingeld suchen, weil die Kassiererin typischerweise fragt, ob man nicht noch 13 Cent hätte... Es ist unbedingt zu unterstützen, stationäre Zahlungsvorgänge zu optimieren. Bei der Frage nach dem „Wie“ wird es aber langsam doch etwas zu kurios.
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